Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an:
per WhatsApp oder per E-Mail!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!

Folgen Sie uns jetzt auf WhatsApp!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Der Traum von der vollständigen Beeinflussbarkeit des eigenen Lebens und der Liebe

Was für eine schöne Vorstellung: Man wünscht sich etwas, also tut man es und erreicht, was man erreichen wollte. Zum Beispiel eine perfekte Liebesbeziehung. Aber läuft das im Leben wirklich so ab? Über die Beeinflussbarkeit von Liebe und Biographie

Wer kennt diesen Gedanken nicht: Manchmal wäre ich gerne ein anderer Mensch. Ein etwas anderer zumindest.

Man nimmt es sich vor. Man versucht es. Aber es will einfach nicht klappen. Nach einiger Zeit stellt man zwar fest, dass sich vieles im eigenen Leben gewandelt hat. Aber man selbst ist wesentlich dieselbe Person geblieben. Einige Fehler hat man immer noch nicht abgelegt, einige nachteilige Verhaltensweisen wiederholt man wieder und wieder.

Und auch in der Liebe verhält es sich ja häufig ganz ähnlich. Da hat man oft eine bestimmte Vorstellung von der idealen Beziehung vor Augen und wäre für sie bereit, alle erforderlichen Mühen in Kauf zu nehmen. Aber es fehlt der richtige Partner oder die richtige Partnerin. Der Traum bleibt Traum. Oder man hat bereits eine Beziehung, aber diese will sich schlicht und einfach nicht perfektionieren lassen, so sehr sich beide Partner auch anstrengen mögen.

Du musst dein Leben ändern, schreit uns der Zeitgeist ins Gesicht. Werde eine bessere Version deiner selbst. Schlauer, schöner, gütiger, netter, härter, abgeklärter. Alles im Komparativ, am liebsten im Superlativ. Auch die Liebe. Ändere deine Ziele, leg die Messlatte höher, reiß dich verdammt noch mal zusammen, trau dir mehr zu. Du musst mehr erreichen, immer mehr. Und dann brüllt uns der Zeitgeist noch hinterher: Und beeil dich damit, dalli, dalli!

Auch in mir gibt es diesen Drang, aus mir selbst jemand anderes zu machen, jemanden, den ich zwar immer noch mit meinem Namen ansprechen kann. Jemanden aber, der mir besser gefällt als jene Person, deren Abbild ich morgens im Spiegel sehe. Manchmal würde ich gerne eine bestimmte Charaktereigenschaft abgeben und gegen eine andere, schönere eintauschen. Ich wäre gerne etwas weniger selbstbezogen, ehrgeizig und leicht ablenkbar. Dafür täte mir wohl eine Prise mehr Großherzigkeit, Geduld und Hingabe gut. Ich gebe mir Mühe, ich strenge mich an, aber es klappt nur teilweise. Und dann fühle ich mich manchmal schlecht. Als habe ich mich selbst nicht im Griff und als sei das schlimm, dass ich aus mir selbst noch nicht die bestmögliche Version gemacht habe. Der Zeitgeist sagt ja schließlich: Du kannst ALLES erreichen, wenn du nur willst. Wenn ich das glaube, dann heißt das: Ich strenge mich wohl einfach noch nicht genug an.

Seite 1 2
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Leon Reinhardts

Das Wahl-Nordlicht lebt in einer kleinen Ortschaft vor den Toren Hamburgs und wandert für sein Leben gerne. Immer wieder kommen ihm auf seinen Touren auch eigene Erlebnisse als Single und in früheren Beziehungen in den Sinn, die er jetzt auch auf beziehungsweise teilt.