Das Schwierigste in der Liebe: bleiben

Was macht wahre Liebe aus? Gast-Autor Leon Reinhardts bricht diese große Frage auf einen einzigen Begriff herunter: Liebe heißt, zu bleiben

Wirrwarr, oh, Wirrwarr! Liebe ist nicht leicht. Je länger man darüber nachdenkt, desto schleierhafter wird sie. Immer noch wunderbar, immer noch einzigartig. Aber eben auch: diffus. Wie das erahnte Bild eines wunderschönen Menschen, der im Nebel steht.

Ich habe mir viele Gedanken über die Liebe gemacht. Meist dann, wenn sie sich wieder einmal für einige Zeit von mir verabschiedet hatte. Man kennt das. Das sind dann diese Täler im Leben, in denen man leidet, aber eben gerade auch sehr, sehr intensiv fühlt. Da strömen die Gefühle durch einen, explodieren tausende Gedanken im Kopf wie Feuerwerkskörper. Und in einer dieser Phasen, deren Sinn man erst viel später erkennt, kam mir einmal auch der Gedanke: Liebe bedeutet, zu bleiben.

Das klingt erst einmal verwunderlich, nehme ich an. Denn wenn man Menschen befragt, junge wie alte, dann hört man doch meist so etwas wie: Liebe ist ein ganz großes Gefühl; Liebe ist Leidenschaft füreinander; Liebe ist aufregend; Liebe ist einfach fantastisch …

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