Peter-Pan-Syndrom: Das Kind im Manne

Ich glaube, mir fehlt einfach jemand, der mich erdet. Jemand, der alles für mich macht. Hingebungsvoll. Fast schon bemutternd. Ja, das wär’s! Jemand, der den Konflikt lieber vertuscht, als sich zu streiten!

4. Narzissmus/Chauvinismus

Ich stehe im Mittelpunkt. Was ich will, wird gemacht. Mir doch egal, was andere wollen. Die haben sich nach mir zu richten und das zu tun, was ich will. Das mag jetzt egoistisch klingen, aber warum soll ich meinen Spaß für die Belange anderer hintenanstellen? Das sehe ich ja wohl gar nicht ein!

5. Einsamkeit

Freunde. Ich habe Freunde. Viele Freunde. Sehr viele! Und trotzdem bin ich ständig auf der Suche nach neuen. Ich finde schnell neue Freunde. Meist entpuppen die sich aber nur als Kumpelgruppen. Oft sind es auch keine Freunde. Ich passe mich denen nämlich nur an. In Wirklichkeit bin ich ganz anders. Aber sie mögen mich. Zumindest für eine kurze Zeit. Und das finde ich gut. Auch wenn ich am Ende wieder einsam und verlassen dastehe. So wie Peter, als er die drei Geschwister zurück nach London bringt.

Doch warum bin ich so?

Die Ursachen dafür sind unterschiedlich. In erster Linie sind es wohl schlechte Kindheitserfahrungen. Als Kind selbst empfindet man diese teilweise gar nicht so schlecht. Aber Helikoptereltern provozieren ein solches Verhalten durchaus, indem sie ihrem Kind alles abnehmen und alles für ihr Kind machen. So verbieten sie ihrem Kind quasi erwachsen und selbständig zu werden. Wie soll man sich da als Erwachsener erwachsen verhalten, wenn man es nie gelernt hat?

Aber auch ein unterkühltes Familienklima kann zu solch kindischem Verhalten führen. Kühl und distanziert. Der Vater gibt einem das Gefühl ungeliebt zu sein. Ihm nicht gerecht zu werden. Das müssen die Betroffenen dann im Erwachsenenalter kompensieren. Durch kindlich Verhaltensmuster. Wohl gemerkt: nicht jeder Mann, der sich kindisch verhält, leidet automatisch am Peter-Pan-Syndrom!

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