Leiden statt lieben: Wenn Unglück die Beziehung dominiert

2. Sie projizieren Ihre Gefühle auf den Partner

Steckt man selbst in einer Krise, kreisen die Gedanken nicht nur pausenlos um den möglichen Auslöser, sondern verfärben meist auch alle anderen Bereiche des täglichen Lebens negativ. Vor allem, wer mit sich selbst im Unreinen ist oder mit Selbsthass zu kämpfen hat, vergisst in seinem Gefühlskarussell leicht, dass andere ihn als liebenswert und wunderschön empfinden – und lässt Liebe und Nähe nicht mehr zu. Für Partner, die helfen möchten, ist das meist unverständlich bis unerträglich.

3. Sie schließen Ihren Partner aus

Ob das Telefonat zwischendurch oder ein langes Gespräch beim Abendbrot: Kommunikation ist eine der wichtigsten Säulen der Beziehung. Sie schafft emotionale Nähe und Verbundenheit und stärkt das Paar-Gefühl. Zieht sich nun ein Partner in seinem Schmerz vollkommen zurück, kommt der Austausch ins Stocken und der andere weiß nicht mehr, was im geliebten Menschen vorgeht. Besonders unter Paaren, die sich gleichzeitig beste Freunde sind, ist diese Zurückweisung sehr schmerzvoll.

4. Sie überfordern Ihren Partner

Noch schwieriger wird es für den Partner eines unglücklichen Menschen, wenn er zwar den Schmerz des Partners nicht lindern kann, aber das Gefühl hat, dass genau das von ihm erwartet wird. Wenn jeder Versuch der Aufmunterung oder Schmerzlinderung nach hinten losgeht, stellt sich häufig der Eindruck ein, der leidende Partner wolle gar keine Unterstützung. Und trotzdem ist die Erwartungshaltung permanent spürbar. Hier hilft nur: durchhalten, zuhören und Hilfe anbieten – oder suchen.

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