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Falsche Freunde in der Liebe: Wenn-dann-Sätze

Es gibt eine bestimmte Satzart, die im Leben allgemein sehr nützlich sein kann. Der Konditionalsatz, oder auch „Wenn-dann-Satz“. Er eröffnet uns die Möglichkeit, Zusammenhänge ausfindig zu machen, von denen wir bisher nichts wussten

Er hilft uns, Erfahrungen um Ursache und Wirkung abzuspeichern. Allerdings können diese Bedingungsgefüge in Liebesdingen recht brenzlig werden. Denn Irren ist bekanntlich menschlich. Und wenn man in der Liebe mit falschen Schlussfolgerungen hantiert und sein Handeln danach ausrichtet, dann kann es schmerzhaft, demütigend oder auch einfach nur peinlich werden.

Auch ich bin in meinem Leben schon diversen Irrtümern aufgesessen, weil ich in Tabula rasa-Manier durch das Wenn-dann-Land gerauscht bin und in Sackgassen endete. Vor allem in der Liebe. Und so ist die nachfolgende Liste meiner liebeskranken Geisterfahrten entstanden, die alle mit dem gleichen sehnsüchtigen Ausgangssatz begannen, der da lautet: „Wenn er mich wirklich lieben würde, dann …“. Von einer Nachahmung ist ausdrücklich abzuraten. Wirklich.

1. Die Bitte um absoluten Verzicht – ‚Wenn er/sie mich wirklich lieben würde, dann würde er xyz unterlassen.‘

Auch ich wurde in vergangenen Beziehungen mehrfach gebeten, dieses oder jenes der Liebe wegen zu unterlassen. Bei kleineren, sagen wir mal, im Alltag umsetzbaren Dingen, habe ich durchaus mit mir reden lassen. Denn eine gute Partnerschaft ist auch immer ein gelungener Kompromiss und die Schnittmenge dessen, was für beide zu ertragen ist. Schwierig wird es, wenn die Forderung nach Verzicht für jeweils einen Partner einen schmerzhaften Schnitt bedeutet. Ja, auch ich habe Ex-Partner schon darum gebeten, den Kontakt zu eben dieser oder jener Person zu unterbinden. Aus Gründen der Eifersucht, Antipathie oder Sorge. Natürlich darf man seinen Partner darauf hinweisen, dass man mit einigen Dingen oder Personen in seinem Leben nicht einverstanden ist. Aber hat er nicht die Bereitschaft, diese zu ändern, weil er entweder nicht will oder gerade nicht kann, sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen, was seine Liebe betrifft. Denn dann wird es demütigend.

2. Die Androhung der Trennung – ‚Wenn er/sie mich wirklich lieben würde, dann würde er nicht zulassen, dass ich gehe.‘

Wir alle kennen eine Geschichte, in denen zwei Menschen sich wirklich lieben, aber keine angemessene Form finden, im Streit maßvoll miteinander umzugehen. Auch hier nehme ich wieder meine Erfahrung als Beispiel. Ich hielt es schwachsinniger Weise eine Weile für sinnvoll, meinen Partner in schweren Konflikten durch die Androhung der Trennung zu prüfen. Würde er zurückrudern? Würde er einlenken, mich einfangen und mir sagen, dass er nun endlich verstanden hätte, wie unmöglich er sich verhalten hatte? Denn wenn er mich wirklich lieben würde, dann müsste die Vorstellung, getrennt zu sein, ja einfach nicht in Betracht kommen. Denkste. Wählt man diese Strasse zu oft, kann es sein, dass man sich in die eigene Flanke schiesst. Dann wird dem Gegenüber das verletzende Spiel mit der angedrohten Trennung nämlich zuviel. Und er wird einer Trennung zustimmen, um endlich Frieden zu haben. Eventuell auch, weil er uns so sehr liebt, dass er uns diesen ewigen Kampf ersparen will. Und dann wird es schmerzhaft.

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Über den Autor/die Autorin

Julia Malz

Julia Malz zog es 2001 aus dem Rheinland an die Elbe. Im neuen Heimathafen Hamburg schreibt sie seit 2009 als freie Journalistin und Autorin für Kunst-, Kultur- und Wirtschaftsformate. Die Inspiration für ihre Texte zieht sie aus der Literatur, dem schönen Leben und natürlich dem Wunder, das wir Liebe nennen.