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Eine Scheidung verarbeiten: So gelingt es

Eine Scheidung zu verarbeiten, ist für die wenigsten einfach. Negative Gefühle wie Trauer, Wut oder Reue sind dabei völlig normal. Wir verraten Ihnen, wie Sie es sich ein wenig einfacher machen können

Wie wir eine Scheidung verarbeiten, ist von Person zu Person unterschiedlich. Manche haben das Gefühl, eine Welt breche zusammen und sie müssten sich erst einmal wochen- oder gar monatelang der Trauer hingeben, um ihren Schmerz zu bewältigen. Andere wollen dem Liebeskummer mit einer raschen Neuorientierung begegnen. Sie wollen sich neu erfinden und immer beschäftigt sein, um die Trennung zu überwinden.

Scheidung verarbeiten: Es gibt nicht den einen richtigen Weg

Menschen sind verschieden. Deswegen unterscheidet es sich teilweise auch sehr deutlich, wie viel Zeit wir zum Verarbeiten einer Scheidung benötigen. Einige brauchen nur ein paar Monate, andere Jahre, um die Trennung zu verarbeiten. Wichtig ist: Es gibt kein Richtig und kein Falsch bei der Art, wie wir eine Scheidung verkraften. Jeder muss seinen eigenen, sich stimmig anfühlenden Weg finden. Es gibt allerdings einige Tipps, die helfen können, eine Scheidung schneller zu verarbeiten.

Scheidung verkraften: Den Kampf mit den eigenen Emotionen gewinnen

Es ist vollkommen in Ordnung – und sogar gesund! – seine Trauer und andere negative Gefühle wie Wut oder Zorn zuzulassen. Nur so können wir sie verarbeiten. Denn wie lange wir zum Verarbeiten der Scheidung brauchen, hängt auch davon ab, wie wir mit unseren in dieser schwierigen Lebensphase auftretenden Emotionen umgehen.

1. Isolieren Sie sich nicht

Um eine Scheidung gut zu überstehen, müssen wir erkennen, was wir fühlen und dieses Fühlen ausdrücklich zulassen. Weinen, Liebeskummer oder sich eine Zeit lang zurückzuziehen, ist völlig normal. Für viele bricht durch die Scheidung immerhin eine Welt zusammen (meist derjenige Part, dem mehr an der bisherigen Beziehung gelegen hatte als dem anderen). Allerdings sollten wir darauf achten, dass wir uns nicht komplett isolieren und vom sozialen Leben abschotten, zumindest nicht allzu lange. Ein stabiles soziales Netz stellt oftmals einen wichtigen Rückhalt für Trauernde dar und hilft dabei, die Scheidung zu verarbeiten.

2. Nicht in einen Teufelskreis geraten

Viele gehen nach einer Trennung immer wieder alles in Gedanken durch. Ihre Kernfrage lautet dann: Was genau war schuld am Scheitern der Beziehung? Eine Frage, die im Detail oft kaum zu beantworten ist und in schier unendliche Grübelschleifen führt.

Ein wichtiger Punkt, der darüber entscheidet, wie lange wir zum Verarbeiten der Scheidung brauchen: unser Umgang mit der Reue. Dieses nagende Gefühl tritt oft bei einer Scheidung auf, aber es ist nicht gut, sich selbst an allem die Schuld zu geben. Es ist in der Regel nicht nur ein Partner gänzlich für das Ende einer Beziehung verantwortlich. Deswegen sollten wir versuchen, unsere eigenen Fehler bzw. unseren eigenen Beitrag zur Trennung und Scheidung zu erkennen, sie zu hinterfragen und daraus zu lernen. Auch wenn es schwerfällt, sollten Sie versuchen, die Reue letztendlich loszulassen und sich selbst zu vergeben. So können Sie die Scheidung besser verkraften.

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