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Getrennte Wege, getrennte Freundeskreise?

Mit einer Trennung gehen nicht nur zwei Menschen getrennte Wege. Auch der Freundes- und Bekanntenkreis wird auf die Probe gestellt und manchmal auseinander gerissen. Diplom-Psychologe Markus Ernst über die Ursachen

Für sich alleine genommen stellt das Ende einer Beziehung für die Beteiligten schon eine massive psychische Belastung dar. In so einer schwierigen Lebenssituation ist es besonders wichtig, ein intaktes soziales Umfeld zu haben. Eine erfolgreiche Bewältigung und Verarbeitung der Trennung hängt maßgeblich auch davon ab, inwieweit Betroffene sich in dieser Situation auf nahestehende Freunde und Bekannte verlassen können. Insbesondere zur Vermeidung von Einsamkeitsgefühlen, aber auch zur Entwicklung neuer Zukunftsperspektiven sind gute Freunde nach dem Beziehungsende Gold wert.

Oft erlebt man aber, dass sich mit der Trennung eines Paares auch der bisherige, gemeinsame Freundeskreis auflöst, zumindest aber zunächst sehr passiv verhält. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich.

Ein Grund für die Zurückhaltung kann zum Beispiel eine gewisse Unsicherheit sein. Manche Menschen wissen schlicht und einfach nicht, wie sie auf den Betroffenen zugehen sollen: Will er/sie in dieser Situation überhaupt Kontakt? Kann ich mit seinen/ihren negativen Emotionen umgehen? Wird meine Kontaktaufnahme zu einem der beiden (Ex-)Partner vom anderen (Ex-)Partner möglicherweise als ein „Parteiergreifen“ gewertet?

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Über den Autor/die Autorin

Markus Ernst

Der Diplom-Psychologe Markus Ernst führt in Hamburg eine eigene Praxis als Paartherapeut und psychologischer Gutachter. Außerdem ist er als Coach für Parship tätig.