Diese zerstörerischen Fehler vermeiden glückliche Paare beim Streiten

Ein Streit sollte Probleme und Konflikte lösen und nicht neue schaffen. Damit das klappen kann, braucht es vor allem Respekt und Ehrlichkeit

Respekt ist nötig, um dem Partner zu zeigen, dass seine Wünsche genauso gerechtfertigt sind wie die eigenen – und Ehrlichkeit und Mut, um die eigenen Bedürfnisse zu benennen und zu vertreten.

In Deutschland sind Fragen um die Haushaltsaufgaben und die Arbeitsteilung, über die Erziehung der Kinder, über Geld und Ausgaben und über gemeinsame Zeit die häufigsten Anlässe für einen Streit in der Beziehung. Dabei schwingt häufig – und dadurch wird ein Konflikt oft erst zum heftigen Streit – unausgesprochen der Vorwurf mit: “Wenn du mich wirklich lieben würdest, würdest du das für mich tun / nicht tun!” Da wird dann der Krach um den Hausputz zum Stellvertreterkrieg für Frust im Bett oder eine andere Abweisung. Auch das Dämonisieren eines Problems führt nur zu Schuldzuweisungen und nicht zu Lösungen.

Glückliche Paare brechen einen Streit ab

Eigentlich sollte es gar nicht erst zu einem wirklichen Streit kommen. Denn wenn es hitzig wird, hat das Gehirn wenig zu melden. Wer sich streitet, schüttet eine große Menge an Hormonen aus, vorneweg Adrenalin, das uns in Gefahrensituationen auf zwei Dinge vorbereitet (und dabei den Verstand ausschaltet, weil es dann schneller geht): Flucht und Angriff.

Männer bauen Adrenalin langsamer ab und benötigen eine längere Pause als Frauen. Wenn es also hitzig wird: Streit abbrechen und vertagen. In schlechter Stimmung zu streiten belastet Ihre Beziehung und löst keinen Konflikt. Versuchen Sie es erst gar nicht. Ihr Körper ist hier immer noch auf die prähistorischen Herausforderungen von Steppe und Höhle programmiert.

Glückliche Paare streiten nicht über unlösbare Probleme

Es gibt Partnerschaftsprobleme, für die es keinen Kompromiss und auch kein Tauschgeschäft geben kann. Familienplanung beispielsweise. Wenn ein Partner keine Kinder haben möchte, wird der Austausch von Argumenten nichts an seiner Haltung ändern. Doch es muss gar nicht so existentiell sein: Auch ein extravertierter und ein introvertierter Partner werden aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer unterschiedlichen Wertvorstellungen immer wieder aneinander geraten. Ein Paar, das sich stetig gegenseitig zwingt zurückzustecken, wird auf Dauer unglücklich werden.

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