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Das Baby ist da: 3 Tipps, wie sich die Eltern nicht an die Gurgel gehen

Nach der Geburt ändert sich so einiges. Neben dem Glück, das einen durchströmt, wenn man sein Kind das erste Mal im Arm hält, ist vor allem die erste Zeit geprägt von wenig Schlaf, Stress und Erschöpfung. Der Frust wird oft am Partner ausgelassen. Damit die Beziehung nicht zu sehr unter der neuen Situation leidet, hat unsere Autorin, selbst frisch gebackene Mama, 3 Tipps zusammengestellt

Neun Monate. Neun Monate voller Namenslisten, Kinderzimmerprospekten, Mini-Babykleidung. Neun Monate Vorfreude. Und dann endlich ist es da, dieses kleine zerknautschte Wunder. Euphorisch denke ich: Jetzt geht’s los, das Familienglück!

Und dann war da … die Erschöpfung

Aber die Realität sieht so aus: Zwischen Mutterstolz so groß wie der Mount Everest, Milliarden Glückstränen und fassungslosem Staunen über dieses winzige Wesen, das wir wirklich und wahrhaftig selbst gebaut haben, dominiert vor allem ein im Vorfeld total negiertes Gefühl: Erschöpfung. Tiefe und noch nie in diesem Ausmaß empfundene Erschöpfung.

Diese immense Erschöpfung lässt mich zu einer genervten Nörglerin mutieren. Und wer bekommt es ab? Nein, nicht das Baby. Der Vater natürlich. Und wer hat darauf absolut keinen Bock? Auch der Vater. Und das Baby. Damit unsere junge Ehe noch ein paar Jahre und Geburten übersteht und wir uns nicht gegenseitig an die Gurgel gehen, müssen wir uns ab und zu nicht nur ums Baby kümmern, sondern auch um unsere Partnerschaft. Denn ein Baby rettet keine brüchige Beziehung, wie manch einer tatsächlich glaubt. Nein, ein Baby ist eine enorme Herausforderung für eine Partnerschaft. Und das vom allerersten Tag an.

1. Haben Sie Verständnis

Wow, was ein Baby mit mir macht! Noch niemals – nicht einmal in der schlimmsten Liebeskummerphase – bin ich durch so viele verschiedene Emotionen gegangen:

  • Glückseligkeit (Heule ich jetzt echt, weil der Kleine mich anlächelt?)
  • Stolz (Ist er nicht einfach perfekt?)
  • Staunen (Krass, das ist mein Kind!)
  • Verzweiflung (Warum schreit er so, was habe ich falsch gemacht?)
  • Wut (Jetzt halt endlich die Backen!)
  • Erschöpfung (Ich kann nicht mehr. Echt nicht!)

Inmitten dieses Emotionscocktails habe ich schlichtweg keine Kapazitäten frei, um mich um die Bedürfnisse meines Mannes zu kümmern. Wenn ich ehrlich bin, sind sie mir oft schnurzpiepegal. Ich bin bis Oberkante Unterlippe voll mit meinem Baby. Dabei ist er mindestens genauso erschöpft und überfordert wie ich.

Neulich hat er mich geweckt (nachdem der Kleine endlich, endlich zur Ruhe kam und sogar ich den Emotionscocktail für einen Moment beiseite stellen und schlafen konnte; was für ein wunderbarer, seliger Moment – bis er mich weckte), weil der Einsatzalarm der Feuerwehr draußen losging. Er war felsenfest davon überzeugt, dass der Alarm das Kind wecken oder wir an einer Rauchvergiftung zugrunde gehen würden, wenn ich nicht augenblicklich das Fenster hinter mir schließe. Natürlich hörte der Alarm sofort wieder auf, nachdem ich das Fenster geschlossen hatte. Und ich verfluchte ihn, weil die Aufregung das Kind geweckt hatte, nicht der Alarm. Gott, war ich wütend auf ihn. Dabei war er in dem Moment nur besorgt und wollte helfen. Und weil das Elternhirn mit einem Neugeborenen im Haus nun einmal wabbelig ist, war er nicht bei klarem Verstand. Ist okay! Nur hätte es geholfen, wenn ich mir einen Moment Zeit genommen hätte, mich in seine Situation hineinzudenken, statt ihn anzukeifen. Er hat es gut gemeint.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Spooren

Christiane Spooren (geb. Mieth) liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.