Verpassen Sie keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an:
per WhatsApp oder per E-Mail!

Verpassen Sie keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an:
per WhatsApp oder per E-Mail!

Wie ich den Boden unter den Füßen verlor

Die Vertreibung aus dem Paradies. Er dachte, er wäre endlich angekommen. Was er nicht ahnte: Sie sah das ganz anders. Ein Leserbeitrag von Thorsten Hasselberg

Ich bin eher das, was man einen Spätzünder nennt. Meine erste wirkliche Beziehung hatte ich mit dreißig. Sie endete nach vielen Jahren in einer für mich schwierigen Phase. Beruflicher Stillstand, Tod mehrerer naher Familienangehöriger, Krankheit. Dann trat SIE in mein Leben. Naja, nicht wirklich. Wir kannten uns oberflächlich einige Jahre und ich trug sie schon lange in meinem Herzen. Im Gegensatz zu meiner ehemaligen Lebensgefährtin stand sie mir bei, obwohl mehrere hundert Kilometer zwischen uns lagen. Ich traf eine Entscheidung und beendete meine Beziehung. Einige Zeit nach der Trennung fasste ich mir ein Herz und besuchte SIE für ein Wochenende. Es war fantastisch. Meine Verliebtheit loderte geradezu auf. Es kam, wie ich es erhoffte, wir waren zusammen. Zwar eine Fernbeziehung, aber ein Anfang. Wir sahen uns im Schnitt alle vierzehn Tage. Schnell stellte ich fest, sie war DIE Frau für mich. Die Frau, ohne deren Schwächen und Fehler ich nicht mehr sein wollte. Die Frau, neben der ich in der Nacht aufwachte und wieder einschlief, weil sie da war und ich sie spürte. Die Frau, mit der ich lange, intensive Gespräche führte, in denen wir einander jeweils andere Sichtweisen vermittelten. Und noch viel mehr.

Ich war nicht nur verliebt, ich liebte sie. Mit allem drum und dran. Tage ohne sie waren die Hölle. Sogar mit ihren Katzen verstand ich mich gut und das, obwohl ich eine Tierhaarallergie habe. Klappte super, die Miezen akzeptierten mich. Ich war eine 1a Katzenmatratze. Ich war endlich angekommen.

Das erste Jahr verging. Ich war glücklich wie noch nie in meinem Leben. Glücklich, eine so tolle Frau an meiner Seite zu wissen. Ich kann mich nicht an einen Streit in dieser Zeit erinnern. Das zweite Jahr begann. Herrliche Zeiten, Urlaube … Konnte es noch besser werden? Aber klar. Wir sprachen von der Gründung einer Familie. Aus dieser Zeit kann ich mich an unsere einzige, wirklich ernsthafte Auseinandersetzung erinnern, in der ich sie fragte, ob ich gehen solle. Dies verneinte sie. Vermutlich war das der Punkt, an dem es anfing. Ich wusste, dass sie zu Beginn der Beziehung ein einziges Mal fremd gegangen war, denn wir hatten einander Aufrichtigkeit zugesagt.

Seite 1 2 3
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!