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Meine Beziehung ist nur eine „3–“

Wenn der Freund der eigenen Beziehung ein schlechtes Zeugnis ausstellt: Unsere anonyme Leserin führte seiner Meinung nach eine „unterdurchschnittliche Beziehung“

Ich war keine gute Schülerin. Ich war faul, unmotiviert und ich hatte Besseres zu tun, als für die Schule zu pauken. Ich hatte aber meine zwei, drei Steckenpferde. Deutsch, Kunst und Sport. Das reichte dann in Summe für ein Zeugnis, das zwar ziemlich durchwachsen war, aber auch nicht völlig schlecht. Mit geringem Aufwand und natürlichen Begabungen konnte ich so meine Eltern zwar nicht zufriedenstellen, aber besänftigen. Sie achteten halt auf meine drei Einsen und blendeten den Rest aus. Eigentlich eine gute Sache. Ich selber war voll zufrieden mit mir.

Später, als ich dann Kunst(geschichte) studierte und diese Sache namens Liebe so richtig wichtig wurde, hat diese Strategie nicht mehr so gut funktioniert. Eigentlich war es ja auch gar keine bewusste Strategie. Wie dem auch sei: In der Liebe „bewerten“ Menschen wohl herzlich gerne „das große Ganze“ und achten weniger auf die Details, die gut oder sehr gut sind. Zumindest in Beziehungskrisen scheint das häufig so zu sein. Darauf komme ich gleich noch zu sprechen.

Auf einer Studi-Party flirtete mal ein Mathematik-Student mit mir. Wir hatten schon bisschen was getrunken, das hat das Ganze ganz lustig gemacht. Irgendwann, als wir gerade über die Gesellschaft diskutierten, wollte er mich offenbar beeindrucken und hat mir erklärt, dass nicht jeder von uns Durchschnitt sein könne, weil ja nicht alle Menschen gleich seien. Daraus könne man sogar ableiten, dass es bezogen auf bestimmte Merkmale auch unterdurchschnittliche Menschen geben müsse. Ich fand das damals jetzt nicht unbedingt spannend und wir haben uns auch nicht wiedergesehen, aber irgendwie kommt es mir gerade wieder in den Sinn, weil es so gut zu meinem Thema passt.

Neulich hat mein Freund mitten in einem unserer gelegentlichen Streits gemeint, unsere Beziehung sei aus seiner Sicht leider nur eine Drei minus. 3 –. Ja, er hat wirklich dieses verdammte Schulvokabular gebraucht. Ich war baff. Starrte ihn zornig an. Eine Zeit lang sagte keiner von uns etwas. Dann habe ich ihn gefragt, was er bitteschön damit meine. Seine Antwort hat mich traurig gemacht.

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Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!