Der Anfang vom Ende

Sie kann ihn einfach nicht loslassen. Und nun hat er so viel Macht über ihr Leben, wie sie sich niemals hätte vorstellen können

Wir waren glücklich. Haben uns täglich geschworen, es für immer zu bleiben. Haben immer gesagt, dass egal, was passiert, wenn wir uns lieben, können wir alles schaffen und zu zweit gegen den Rest der Welt antreten. Wir waren nun schon fast drei Jahre ein Paar und wollten nach meinem Studium zusammenziehen. Doch dann war ich dir auf einmal nicht mehr genug. Du wolltest mehr Freiheiten, mehr mit deinen Kollegen unternehmen, mehr Party machen. Ich war einverstanden und wollte dich nicht einschränken.

Doch du hast mir gefehlt. Ich habe gespürt, wie du dich zunehmend von mir entfernt und schließlich mehr Zeit mit anderen verbracht hast, als mit mir. Aus Reflex habe ich versucht, dich noch fester zu halten, bis du eine Pause wolltest. Ich sagte damals bereits, das sei der Anfang vom Ende. Wollte keine Pause, sondern das Problem anpacken. Doch du wolltest Zeit. Zeit für dich, Zeit auch mal abends nicht neben mir einzuschlafen, sondern alleine nachdenken zu können. Bis du sagtest, du wüsstest nicht, ob es noch weitergeht.

Mir wurde gleichzeitig kalt und heiß. War es also so weit gekommen, dass es plötzlich kein WIR mehr gab? Du sagtest, du bräuchtest eine Woche. Und ich dachte, ich würde diese Ungewissheit nicht überleben. Doch ich wusste nicht, was mich noch erwarten würde. Nach einer Woche machtest du Schluss und sagtest, du würdest nichts mehr fühlen und würdest einfach Single sein wollen.

Ich war wie gelähmt. Einen Tag später hast du es bereits bereut. Hast mir geschrieben, dass dein Herz nach mir schreit und du mich zurück willst. Ich war verletzt und wollte, dass du dich entschuldigst und es wieder gutmachst. Doch es kam nichts. Tag für Tag gab ich dir die Chance, vor meiner Tür aufzutauchen. Doch du kamst nicht. Warst verwirrt, hattest keine Zeit, viel zu tun.


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