Deine Liebe ist ein Geschenk – nur an mich

Unsere anonyme Leserin hat einen Liebesbrief geschrieben, der ihr und ihrem Partner in möglichen schweren Zeiten helfen soll, Mut machen kann. Ein zärtlicher Liebesbeweis, den sie mit uns teilen möchte. Zum Verlieben schön

Jede Begegnung beginnt mit einem allerersten Augenblick – dem ersten Blick in die Augen. Je länger eine Beziehung dauert, desto bedeutsamer wird dieser Moment. Jedes Paar hat seine eigene Geschichte. Ich habe meine aufgeschrieben, sie könnte ein Liebesbrief an dich sein. Ich denke, sie ist vielmehr ein Brief an uns beide, damit wir uns immerzu daran erinnern, was wir hatten und warum wir uns entschieden haben, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Vielleicht hilft uns dieser Brief durch schwere Zeiten. Vielleicht macht er uns Mut, wenn wir Angst haben. Vielleicht gibt er uns Kraft, wenn wir uns schwach fühlen. Vielleicht bringt er mich zum Weinen, wenn ich ihn irgendwann lese und mich an den Beginn einer Geschichte erinnern muss, die keine Fortsetzung fand. Natürlich wünsche ich mir, dass ich unsere Geschichte immer weiterschreiben kann. Und vielleicht gelingt es mir mit meiner Geschichte, andere zu inspirieren und zu ermuntern, sich immer wieder zu besinnen, auf das, was für sie wirklich zählt.

Im Sommer vor einem Jahr sind wir uns zum ersten Mal begegnet. Wie jedes Jahr zur warmen Jahreszeit folgte ein Fest unter freiem Himmel dem anderen. Auf einem dieser Feste lernte ich dich kennen. Du saßest am selben Tisch wie ich, schräg gegenüber. Dein Blick begegnete mir rein zufällig und ich bemerkte dich – ich sah deine hellblauen Augen, die zu deinem dunklen Haar einen sonderbaren Kontrast bildeten. Ich fand dich hübsch, aber ich hatte kein Interesse an einer neuen Männerbekanntschaft. Zu diesem Zeitpunkt war ich frisch getrennt und wollte meine Freiheit genießen, mit Freundinnen weggehen und meine Ruhe haben. Unsere Pläne waren schon damals nicht kompatibel, denn du warst auf der Suche nach neuen Bekanntschaften … und du fandest ausgerechnet mich.

Ein Teil in mir, vermutlich jener, der die Freundlichkeit, die Güte und die Aufrichtigkeit in deinem Blick wahrnahm, ließ sich auf eine Begegnung mit dir ein. Und so kamen wir ins Gespräch. Weil ich dich spontan sympathisch fand, gab ich dir meine Handynummer. Rückblickend erwies sich dieser Entschluss als der richtigste und beste, den ich seit langer Zeit getroffen hatte. Wir schrieben uns nahezu täglich, doch ich zählte nicht. Alles was zählte, war der Inhalt und das, was ich spürte.

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