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Lieben heißt loslassen können: Was wir von der kleinen Meerjungfrau lernen können

Wenn wir einen Menschen aus Liebe loslassen und gehen lassen, lieben wir gewissermaßen immer noch. Dann nehmen wir unser nach wie vor starkes Gefühl der tiefen Wertschätzung dem Anderen gegenüber ernst und handeln aus Liebe statt zum Beispiel aus Groll, Ärger oder Verbitterung.

Manchmal gelangt man an diesem emotional furchtbaren Punkt zu einer sonderlichen, vielleicht aber ein wenig tröstlichen Erkenntnis: Das, was keine Zukunft hat, war wirklich Liebe. Wir brauchten den Anderen nicht, um alte Wunden in uns zu überdecken oder uns von seiner Energie zu ernähren. Sondern wir haben aufrichtig und tief geliebt. Einzig und allein um der Liebe willen. Und so auch an ihrem Ende. Wir lassen den Anderen frei, weil wir ihn lieben.

Jemanden aus Liebe gehen zu lassen, ist natürlich ein Extremfall. Es gibt zahlreiche andere Situationen, in denen Liebe ebenfalls heißt, loslassen zu können.

Liebe braucht Freiheit und Vertrauen, um gedeihen zu können. Liebe ist kein Klammern, keine „Symbiose-Gemeinschaft“, keine pathologische Abhängigkeit, kein gegenseitiges Ausnutzen und Benutzen. Liebe bedeutet, dass man dem Anderen Freiräume gewährt und Eigenheiten. Dass man auch mal eigene Erwartungen und Ansprüche loslassen kann und den Partner lässt, wie er ist. Dass man irreale Traumbilder und Idealvorstellungen über Bord wirft, loslässt, um sich dem zuzuwenden, was real ist und auch schon so unendlich schön und gut.

Wahre Liebe ist bedingungslos. Liebe ist kein Besitzen, sie kennt keine Erwartungen. Das wäre dann etwas anderes, eine Nutzenbeziehung vielleicht, aber eben nicht Liebe.

Fazit: Aus Liebe loslassen ist eine der schmerzvollsten Prüfungen

Es ist eine schreckliche Lektion und Aufgabe, die uns das Leben manchmal aufbürdet: jemanden aus Liebe gehen zu lassen, an dem man hängt. Ja, dieses Gehenlassen bedeutet Verlust und Verzicht, ein Ende, das sich in der Regel nicht mehr umkehren lässt. Aber da ist auch noch etwas Wehmütig-Schönes drin enthalten. Man hat bis zuletzt geliebt und aus Liebe gehandelt. Das ändert äußerlich nichts – aber innerlich alles.

Und auch im Alltag einer funktionierenden Beziehung ist die Fähigkeit, aus Liebe loslassen zu können, von großem Wert. Loslassen bedeutet hier nicht, den Anderen zu verlieren, sondern Zerrbilder und  Erwartungen loszulassen, die der Liebe ein Korsett anlegen und die Luft zum Atmen nehmen. Dann bedeutet Loslassen sogar, etwas zu gewinnen. Für uns selbst, den Anderen und die Beziehung.

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Über den Autor/die Autorin

André Martens

André Martens ist Philosoph und Psychologe. Er schreibt leidenschaftlich gern - nicht zuletzt über die Liebe. Ob wir uns diesem Phänomen mit Worten tatsächlich annähern können, ist seine große Lebensfrage. Und solange er die Antwort nicht kennt, schreibt er fleißig weiter.