Kinsey hatte Recht: (fast) alle sind ein bisschen bi

Sie finden eine Person des gleichen Geschlechts anziehend? Das ist ganz normal! So das Ergebnis einer Studie des Portals YouGov, das auf den Spuren des Forschers Alfred Kinsey wandelt

Als Alfred Kinsey in den 50ern seinen berühmten Kinsey-Report veröffentlichte, stand die Welt Kopf. Wie? Alle bi? Nein, nicht alle, aber immerhin 50 Prozent der befragten Männer und Frauen ordneten sich nicht als rein hetero ein. Sie gaben zu, sich vom anderen Geschlecht angezogen zu fühlen – ohne mit denen die Laken tatsächlich zu durchwühlen. Sie konnten sich das aber entweder vorstellen oder sie schlossen es zumindest nicht völlig aus. Das war damals – immerhin vor der 68er-Revolution – nicht wirklich, was Forscher und Psychologen erwartet hatten.

Und wie sieht es heute aus? Das Umfrage-Portal YouGov hat nun den Briten die gute alte Kinsey-Skala vorgelegt und gebeten, sich dort einzuordnen. Insgesamt sechs Stufen standen zur Auswahl. Von “straight as an arrow” bis “queer as folk”. Das Ergebnis: Je jünger die Befragten, desto weniger passten klassische Schubladen für ihre Orientierung. Bei den 18-24-Jährigen sagten 43 Prozent, dass es in ihrem Leben mehr gab oder geben könnte als das andere Geschlecht.

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Video-Tipp: “Liebe braucht keine Schubladen” sagt die Organisation “Love Has No Labels” und zeigt eindringlich, dass wir alle gleich sind und es nur auf den Blickwinkel ankommt, um das zu erkennen.

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