Ich brauche Raum für mich! – Ein Satz, der nicht unglücklich machen muss

Dieser Ausruf wird gefürchtet: “Ich brauche Raum für mich!” Nutzen Sie ihn als Chance und er verliert seinen Schrecken

Diese fünf Wörter können erschrecken und Angst erzeugen. Dabei sind sie das Zeichen, dass wir noch Kontrolle über die Lage haben. Noch – aber eben nicht mehr lange.

In der Kennenlernphase ist die Ankündigung „Ich brauche mehr Raum“ der Beginn des Rückzugs. Häufig eine Abkehr ohne Rückkehr. In der Beziehung signalisiert er: „Bevor wir so weitermachen wie bisher, lass mich bitte den Kopf frei bekommen.“ Und das ist eine gute Sache.

Viele Paare kennen das: Wann immer es hitzig wird, ein Konflikt zu eskalieren droht, wendet sich ein Partner ab und zieht sich zurück. Der Andere bleibt nun mit seinen Wünschen und seinen Argumenten allein – da ist niemand mehr als die innere Stimme, die empört, verletzt und verunsichert sein kann. Mit sich selbst lässt sich ein Paarproblem schwerlich lösen.

Die häufigste Reaktion ist: Hinterher! Sie ist aber auch meist die Schlechteste. Denn jemanden zu bedrängen, der sich ohnehin schon bedrängt fühlt, führt zu Gegenangriff. Wer mit dem Rücken zur Wand steht (und wenn er sich nur so fühlt), der kann nur nach vorne austeilen. Und er wird es tun, denn dafür sorgt unser evolutionäres Erbe, das Reptiliengehirn, das die Regie übernimmt, während der Rest des Gehirns in Folge einer Überschwemmung mit Botenstoffen und Stresshormonen rebootet.

Was können Sie tun?

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