7 Wege mit denen Sie das erreichen, was Sie wollen

Vom Abwasch bis zur Urlaubsplanung: Wie Sie Ihre Erwartungen so formulieren, dass Ihre Wünsche Aussicht auf Erfolg haben, erklärt Natalie Schnack von KarriereExperten.com

Erinnern Sie sich daran, als Sie frischverliebt waren? Hach … Man will für die Liebste / den Liebsten die Sterne vom Himmel holen, mit dem Partner alles teilen, was man hat. Doch dann merkt man relativ schnell, dass man Wünsche an den anderen hat, die er von allein nicht erfüllt. Es fängt mit Alltagsdingen an, wie Abwasch, geht über die Größe des Geburtstagsgeschenks bis zur Urlaubsreise auf die Trauminsel. Die Palette ist da unbegrenzt.

Was tun Sie, wenn Sie Erwartungen an Ihren Partner haben?

Es gibt natürlich Menschen, die das, was Sie wollen, klar und offen aussprechen. Das sind die Wenigsten. Die meisten pflegen Erwartungen und hoffen gleichzeitig, dass der Partner sie von allein erkennen würde. Schließlich hat er doch erst gestern die Sterne vom Himmel geholt!

Wenn auch Sie dazu neigen, darauf zu hoffen, der Partner liest Ihnen Ihre Wünsche von den Augen ab, werden Sie wahrscheinlich öfter die Erfahrung machen, das klappt nur selten. Da kann man schmollen und enttäuscht sein, wie man will.

Hier sind 7 Wege, mit denen Sie das bekommen, was Sie wollen.

Einige nutzen Sie vielleicht, andere noch nicht und die dritten regen Sie vielleicht auf, weil Sie so etwas NIE tun würden. Halt! Sie wollen ja was ändern, also gilt es auch, neue Wege zu gehen. Und um so mehr Wege Sie in Ihrem Portfolio haben, desto flexibler werden Sie im Umgang mit Ihrem Partner. Also, öffnen Sie sich! Es geht los:

1. Komplimente machen

„Ich finde dich sooo toll!“

Die meisten von uns sind es nicht gewohnt, das Augenmerk auf das Positive zu legen. Wir werden von unserer Umwelt zum Fehlersuchen „abgerichtet“. Nicht gepöbelt ist also so gut wie gelobt. Auf der anderen Seite lechzen wir alle nach Anerkennung für das, was wir sind und was wir tun.

Wenn Sie also etwas von Ihrem Partner haben wollen, warum nicht erst gute Stimmung erzeugen, indem Sie ihn aufbauen und ihm sagen, was Sie toll an ihm finden? Es geht hier nicht darum, zu lügen. Es geht darum, den Fokus auf das Schöne und Bewundernswerte beim anderen zu legen. Dann stoßen Sie sicher eher auf offene Ohren, wenn Sie Wünsche äußern.

2. Sich dumm stellen

„Ich kann das nicht! Wie geht das?“

Das Hemd bügeln, neue Software installieren oder Reifen wechseln. Oft will man sich nicht die Blöße geben und eingestehen, man wisse oder könne etwas nicht. Nach dem Motto: Selbst ist Frau, selbst ist der Mann. Unnötige Eitelkeiten! Natürlich kann man sich in vieles einarbeiten. Doch wenn der andere es doch sowieso besser weiß und besser kann und auch viel schneller ist?

Besonders effektiv ist dieser Weg in Kombination mit dem ersten.

3. An das Verständnis appellieren

„Mir ist das wirklich wichtig, weil …“

Oftmals erwartet man vom anderen, dass er etwas tut, ohne zu begründen, warum das wichtig ist. Vieles scheint dabei selbstverständlich. „Er muss doch, wissen, was mir daran liegt.“ Oder „Sie weißt doch genau, dass ich das schon immer wollte.“

So wie Sie selbst, ist Ihr Partner auch meist mit sich selbst und eigenen Problemen beschäftigt. Ob es Ihnen nun jetzt gefällt oder nicht. Und auch wenn wir oft denken, er kann uns in die Seele blicken, in Wahrheit sind unsere Gedanken für ihn meistens ein Rätsel. Ihr Partner weiß nur dann genau, was Sie denken und was Ihnen wichtig ist, wenn Sie den „Außenlautsprecher“ anmachen, also das aussprechen.

4. Mit Nutzen argumentieren

„Das hat für dich folgende Vorteile.“

Wer schon mal im Beruf für ein Projekt geworben hat oder den Chef von der Gehaltserhöhung überzeugen wollte, weiß genau, dass ohne Nutzenargumentation nicht viel zu holen ist. Warum nicht die gleichen Methoden im Privaten nutzen?

Wenn Ihr Partner sich nicht erst selbst zusammenreimen muss, was er von der Erfüllung Ihrer Wünsche hat, wenn Sie ihm seinen Nutzen darlegen, werden Sie viel bessere Erfolgsaussichten haben, als wenn Sie nur sagen: „Ich will das aber!“

5. Handel vorschlagen

„Wenn du X machst, mache ich Y.“

Jede Beziehung lebt vom Geben und Nehmen. Hinkt diese Waage, entstehen Unverständnis und Bockigkeit. Wenn Sie was von Ihrem Partner wollen, überlegen Sie, was Sie ihm dafür geben wollen. Das soll natürlich für ihn von Wert sein. Wir geben gern in der Partnerschaft, aber wir bekommen noch viel lieber. Machen Sie sich das zu Nutze.

6. Konsequenzen aufzeigen

„Wenn das nicht passiert, dann …“

Oft ist dem anderen gar nicht klar, was passiert, wenn die an ihn herangetragene Bitte nicht erfüllt wird. Die Konsequenzen können von zur Arbeit gehen im ungebügelten Hemd bis zum Hinterfragen der Beziehung reichen, je nach dem, wie ernst es ist und wie entscheidend Ihr Wunsch für Sie ist. Häufig gibt es hier eigene Tabus, nach der Manier: „Das macht man nun wirklich nicht, das ist ja manipulativ.“ Doch wenn Sie es im Stillen sowieso denken? Lassen Sie es raus! Eine klare Ansage wirkt Wunder.

7. Mit kleinen Erpressungen spielen

„Wenn du mich liebst …“

Dieser Weg ist auf keinen Fall bierernst zu verstehen und ist mit allen anderen aufgezeigten Wegen wunderbar kombinierbar. Es geht darum, auch mal mit Klischees zu spielen. Denn Humor tut jeder Situation gut, besonders wenn es Ihnen um einen wichtigen Wunsch geht. Gemeinsames Lachen lockert die Atmosphäre und öffnet das Herz und die Ohren Ihres Partners – Die allerbesten Voraussetzungen das zu bekommen, was Sie wollen!

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