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Es ist okay, mich nicht zu lieben

Der Boden unter meinen Füßen war weg

Ich habe deine Entscheidung sofort akzeptiert und bin gegangen. Und dann bin ich gefallen. Dieser Aufprall war so hart und schmerzhaft. Und noch heute sitze ich hier, gehe jedes Detail durch, versuche den Fehler bei mir zu finden, versuche verzweifelt eine Antwort auf meine Fragen zu finden. Werde immer wieder von brutalen Tiefs erwischt, die mich zu Boden drücken. Und nichts kann dafür sorgen, dass mein Kopf zur Ruhe kommt denn zwischen uns herrscht absolute Stille. Habe ich dir unbewusst zuviel Druck gemacht? Habe ich dich mit irgendetwas verletzt?

Seit längerem würden dich diese Gedanken beschäftigen, hast du gesagt. Während du mir verliebt in die Augen sahst, wusstest du innerlich schon, dass du das eigentlich gar nicht willst oder kannst. Als du mir an unserem letzten Abend einen Kuss gabst und mir sagtest, dass ich dir jetzt schon fehle, als du mit mir in unserem letzten Telefonat die nächsten Tage verplant hast, da wusstest du schon, dass du ausbrechen willst, dass du es nicht mehr aushalten kannst. Das ist das Unfaire an dieser Geschichte. Ich hatte und habe keine Chance es zu begreifen. Und werde diese auch nie bekommen. Auch das gilt es zu akzeptieren.

Was ist geschehen, frage ich mich

Ich werde nie erfahren, was wirklich geschah. Ich werde nie erfahren, wie es dir geht. Das frisst mich von innen regelrecht auf. Ich kann nicht genau sagen, was schmerzhafter ist. Die Tatsache, dass dieses gefühlte „Ankommen“ wie eine Seifenblase zerplatzt ist, die Tatsache, dass ich mich getraut habe, Vertrauen zu fassen und einen erneuten Schnitt in meiner Narbe verzeichnen muss oder vielmehr die Tatsache, dass ich mich grauenvoll fühle, weil ich ständig versuche, die Schuld bei mir zu finden.

Ich habe Angst, dass ich dich irgendwie verletzt haben könnte und es nicht bemerkt habe. Aber ich habe keinen Anhaltspunkt zum Greifen, denn eigentlich war alles gut. Wir waren verliebt. Ständig schwanke ich zwischen diesen Gedanken und der Sorge, wie es dir geht, umher. Die Erklärung, dass du nicht mehr so viel empfindest, reicht einfach nicht aus. Auch wenn du mich nicht ansehen konntest, habe ich deine Augen gesehen. Und das Leuchten war weg. Die Panik, die darin zu erkennen war, kann nicht nur durch einen Mangel an Gefühlen kommen.

Was auch immer deine Welt plötzlich so in Trümmern gelegt hat, es tut mir leid, dass du anscheinend nicht soviel Vertrauen zu mir hattest, um mit mir darüber zu reden. Es tut mir leid, dass du dich von mir vielleicht nicht genug gestärkt gefühlt hast. Es tut mir leid, wenn du dich bei mir nicht so sicher gefühlt hast. Wenn du vielleicht dachtest, du seist nicht genug. Du hast mich tief getroffen, aber auch während dieser Schmerz in mir tobt und mich regelrecht zu Boden drückt, ich schaffe es einfach nicht, wütend zu sein. Weil du mir unverändert soviel bedeutest. Weil du du bist. Und weil du mir so viel gezeigt und gegeben hast. Und weil ich mich in dir wiedererkannt habe und glaube nachempfinden zu können, wie sich manches anfühlt.

Für eine kurze Zeit warst du alles, was ich mir gewünscht habe

Mein Lieber, du lässt mich in keiner Weise mehr an dich ran. Ich weiß nicht, wie es dir geht, ich weiß nicht, was passiert ist. Auch weiß ich nicht mehr, was ich fühle, denn seit du weg bist, ist da nur noch Leere und Schmerz in mir. Du bist der Einzige, der diese Stille unterbrechen könnte, der beschließen könnte, dass ich es wert bin, dass du mir in die Augen siehst und mir die Wahrheit sagst, ganz egal, was passiert ist. Zu wissen, dass du das nicht tun wirst, diese Hilflosigkeit, die zieht mich immer wieder nach unten. Ich muss und werde das aushalten.

Was auch immer in deinem Leben passiert ist, ich wünsche dir, dass auch du das aushalten und schaffen wirst. Das Einzige, das ich für dich tun kann ist, dich in Ruhe zu lassen, dich ziehen zu lassen und loszulassen, auch wenn es mich innerlich fast zerreißt. Aber ich gehe diesen Weg für dich. Ich wäre so gerne wütend auf dich. Ich wünschte, ich könnte den Schmerz in Wut umwandeln und dir entgegenschleudern, aber ich schaffe es einfach nicht. Weil ich dich anders sehe als du dich selbst siehst. Weil du für mich, egal was war, ein wundervoller Mensch und ein toller Mann bist.

Und für eine kurze Zeit warst du der Partner, den ich mir immer gewünscht habe und den ich jetzt so schmerzlich vermisse. Obwohl du mich gleichzeitig so tief getroffen hast, wie Worte es kaum beschreiben können. Es ist okay, mich nicht zu lieben. Das ist nicht deine Aufgabe. Das muss ich für mich selbst hinbekommen und mir selbst zur Seite stehen, bis diese frischen Narben heilen und eines Tages auch verblassen werden. Von jetzt auf gleich endete unsere Geschichte. Und ich meine es absolut ehrlich und aufrichtig. Das war die schönste und gleichzeitig traurigste Geschichte meines Lebens.

Du möchtest uns deine Erlebnisse erzählen? Wir freuen uns darauf und veröffentlichen vielleicht als nächstes deine Love Story. Hier kannst du uns deine Liebesgeschichte senden. P.S.: Tipp- und Grammatikfehler korrigieren mit größter Sorgfalt. Größere Veränderungen werden wir aber natürlich nur nach vorheriger Absprache mit dir vornehmen. Mit der Veröffentlichung des Beitrags stimmst du unserer Autorenvereinbarung zu.
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Über den Autor/die Autorin

Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!