Der Zauber, der dem Ende innewohnt

Star Wars oder Love Wars? Unsere anonyme beziehungsweise-Leserin erzählt uns von einer Liebe mit Ablaufdatum

Diese Freiheit, die ich mit dir gefühlt habe, die habe ich in allen meinen vorigen Beziehungen vermisst. Aber die Sicherheit, die mir meine vorigen Partner gaben, wolltest du mir nicht geben. Hast mir immer von deiner Unberechenbarkeit erzählt. Ich habe es gehört und nur gesehen, dass es in mir auch so einen Teil gibt. 

Aber ich bin davon überzeugt, dass es irgendwo da draußen einen Menschen geben wird, der mir die Mischung aus Freiheit und Sicherheit geben wird, die ich mir wünsche. Bis dahin werde ich mich dem wichtigsten Menschen in meinem Leben widmen. Nämlich mir selber.

Denn durch unsere Zeit habe ich so viel Vertrauen in mich selber gewinnen können. Ich stehe in Kommunikation mit mir selber, ich nehme mich selber in den Arm und gebe mir Geborgenheit. Ich kann Gefühle für jemanden haben, ohne abhängig zu sein. Aber ich möchte ein kleines bisschen abhängig sein und möchte, dass der andere auch ein kleines bisschen abhängig ist. 

Du warst nicht frei

Ich habe dir die Entscheidung über unsere nahe, aber wahrscheinlich auch gesamte Zukunft in die Hände gelegt. Ich wollte eine Linie, Freundschaft oder mehr. Wir kamen beide nicht voran, steckten in diesem bequemen und sicheren Zwischending, was die Freiheit, sich nicht für und nicht gegen etwas zu entscheiden, in sich barg. 

Du hast dich dagegen entschieden. Dein Herz ist nicht frei, du bist nicht frei und warst es die gesamte Zeit nicht. Der Fall danach war tief. Es tat wirklich weh. Das Gefühl nicht genug zu sein, das Gefühl zurückgelassen zu werden war da. Du hast mein Herz trotz all unserer Vorsicht schon irgendwie gebrochen. 

Aber wenn ich es nicht für dich bin, dann kannst du es auch nicht für mich sein. Was ich für dich bin, ist ein wichtiger Mensch, dem du vertraust. Und das bist du ebenso für mich. Ich möchte nicht, dass irgendetwas unsere Verbindung zerstört. Ich lass dich los, aber du behältst deinen Platz. Ich verabschiede mich von dem was hätte sein können und bin dankbar für das was ist. Du lässt mich nicht einfach zurück. Ich bin dir nicht egal. Ich werde dir nicht egal sein. Es geht ein Teil unserer Reise zu Ende, aber nicht die gesamte Reise. Und das macht wohl den Zauber im Ende aus.

Ich hab dich lieb.

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