An den Mann, den es nicht gibt

Diese Worte waren eigentlich für den Mann gedacht, den unsere beziehungsweise-Leserin heiraten wollte. Doch der ist leider bisher nicht dabei gewesen. Ein Abschiedsbrief?

Ich war immer der festen Überzeugung, dass es IHN gibt – meinen Seelenverwandten. Die folgenden Zeilen waren mein Gelübde an ihn. Ich beschreibe die Gefühle, die mein Herz fluten, wenn ich an den Mann denke, mit dem ich vor den Altar treten will. Es waren die Worte, die ich ihm hätte sagen wollen, wenn wir ein gemeinsames Leben als Ehepaar beginnen. In ihnen spiegelte sich meine tiefe Sehnsucht nach einer unsterblichen Liebe.

Aber heute? Heute bin ich der Meinung, dass ich einer Fehleinschätzung unterlag. Das sagt mir mein zerborstenes Herz nach gut einer Handvoll schmerzhafter Trennungen. Die Bedeutung meiner Zeilen haben sich gewandelt. Heute sind lediglich ein letzter Abschiedsgruß. Es sind die verbliebenen Gedanken, die ich noch äußern möchte gegenüber dem Mann, den es nicht gibt.

Wie viel ich für dich empfinde …

Du kennst mich. Manchmal verliere ich mich in Tagträumen. Wie oft habe ich mir genau diesen Moment in meinen Gedanken schon ausgemalt:
Wie ich vor dir stehe – in einem weißen Kleid – umringt von unseren Familien und Freunden. Wie ich dich ansehe und dir über die Wange streiche. Wie sehr ich dich lieben muss, um diesen Schritt mit dir zu wagen. Ein gemeinsames Leben. Und jedes Mal kommen mir die Tränen, so wie jetzt.

Nun würde ich behaupten, dass ich eine ziemlich blühende Fantasie habe, aber nicht im Ansatz konnte ich erahnen, wie wunderbar dieser Augenblick mit dir sein würde. Und wie viel ich für dich empfinde. Du bist all das, was ich mir immer erhofft habe und noch so viel mehr. Ich danke Gott dafür, dass er dich auf meinen Weg geschickt hat. Und ich danke dir, dass du jeden Tag aufs Neue mit mir wagst. Du gibst mir Mut, Vertrauen und Sicherheit und bringst so das Beste in mir zum Vorschein. Ich weiß nicht, wie ich dir das jemals danken soll.

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