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Was für gleichgeschlechtliche Ehen unerlässlich ist

Ob „Christopher Street Day“ oder „Pride Day“ und „Pride Parade“: Die LGBT-Community demonstriert wieder gegen Diskriminierung, Gewalt und Verfolgung. Und das ist nach wie vor wichtig

Juni ist weltweit „Pride“-Monat. Da gedenkt die LGBT-Community an die Aufstände in der Christopher Street in New York, dem Startsignal einer weltweiten Bürgerrechtsbewegung gegen Diskriminierung und für Gleichbehandlung, Respekt und Stolz. Wie wichtig Stolz ist, zeigen aktuelle Forschungen und Studien: Stolz hält gleichgeschlechtliche Ehen zusammen.

Jetzt, wo gleichgeschlechtliche Ehen möglich sind und nicht nur die Lebenspartnerschaft als eine „light“ Version, ist doch alles erreicht, fragen sich manche, wenn sie wieder die Pride-Paraden durch die Städte ziehen sehen. Schließlich machen doch auch die Heterosexuellen keinen solchen Aufschlag.

Ein Blick zurück: Die Liebesheirat gibt es erst seit einigen Hundert Jahren. Zuvor waren Vernunftehen aus Zweckmäßigkeit geschlossen oder verkuppelt worden. Da ging es um Erbfolge, um Weiterreichen von Besitz und um Altersvorsorge. Liebe war kein Thema und sogar verpönt, weil Liebe als Sicherheitsrisiko einer Ehe galt. All die Historienfilme, die etwas anderes erzählen, transportieren nichts als unsere aktuelle Vorstellung der Liebesheirat, weil sonst niemand solche Filme sehen wollte. Erst seit vergleichsweise sehr kurzer Zeit sind wir also der Überzeugung, dass Menschen aus Liebe heiraten (sollten).

Und da es dauerhaft nicht erklärbar sein kann, Liebe unterschiedlich zu bewerten, sind gleichgeschlechtliche Ehen in immer mehr Ländern akzeptiert und legalisiert, denn wir können schwerlich die Liebe als Ideal verehren und gleichzeitig eine Verbindung verurteilen, die aus Liebe geknüpft wurde.

In Deutschland ist erst in den vergangenen Jahren aus dem „Christopher Street Day“, der nach dem Protest von diskriminierten Transgender und Queer Personen in der gleichnamigen Straße benannt wurde, ein „Pride Day“ oder eine „Pride Week“ geworden. Pride bedeutet Stolz, aber Stolz ist nicht das Gegenteil von Demut, sondern das Gegenteil von Scham. Deshalb ist Stolz unerlässlich für das Gelingen gleichgeschlechtlicher Beziehungen: In Scham kann keine Liebe gedeihen.

Scham macht klein, sie blockiert, sie trägt Schuld an Rückzug und Einsamkeit. Scham sorgt für Flucht vor Schuldgefühlen in die Unsichtbarkeit und das Verstecken. Keine Ehe würde Bestand haben können, müssten die Partner in Scham vor ihrer Liebe leben. Wie sollten sie einander Liebe zeigen? Wie sollten sie Liebe annehmen können, wenn sie überzeugt wären, ihre Liebe wäre etwas, für das sie sich schämen müssten. Die Partner könnten einander und ihre Gefühle niemals als das wunderbare Geschenk erfahren, das Liebe darstellt.

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