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„Na du?“ Erste Nachrichten aus der Hölle

Orthografie, Grammatik, Ansprache – 5 Männertypen, die ihre Anschreiben vielleicht noch einmal überdenken sollten

Völlig egal, ob man sich im echten Leben oder online trifft, eine Regel gilt einfach immer: Der erste Eindruck zählt. Doch während man bei einer Real-Life-Begegnung gleichzeitig mit Stimme, Optik, Körpersprache und Inhalt des Gesagten punkten kann, stehen beim ersten virtuellen Gespräch lediglich ein paar Buchstaben und bestenfalls Satzzeichen zur Verfügung, um sich direkt von seiner besten Seite zu präsentieren. Leider gelingt das nicht immer. Dabei sind vor allem wir Frauen sehr empfindlich, wenn uns auf einer Dating-Plattform unleserlicher Kauderwelsch oder inhaltsleere Floskeln erreichen. Also liebe Männer: Toll, dass Sie uns schreiben! Nur bitte machen Sie es nicht (mehr) so:

Fall 1: Der Oberflächliche

Erster Satz: „Du siehst echt mega aus! Treffen?“
Problem: Natürlich wollen wir Frauen optisch knallermäßig rüberkommen, gleichzeitig ist es aber auch für jede Single-Lady im Erwachsenenalter eine unausgesprochene Beleidigung, sie mit einer derartigen Gesprächseröffnung nur auf ihr Äußeres zu reduzieren. Wir füllen unsere Profile schließlich nicht aus Spaß mit gut durchdachten Selbstbeschreibungen und aufregenden Interessen. Bei längerfristigen Absichten sollte zumindest auf irgendein Detail Bezug genommen werden – je ausgefallener der Anknüpfungspunkt, desto besser. Alles andere wirkt leider meist unreif und plump.

Fall 2: Der Unstrukturierte

Einstieg: „hey dein profil gefällt mir echt richtig gut ehrlich gesagt und da dachte ich ich schreib einfach mal und frage wie es dir geht ist das dein hund auf dem foto ich steh auch auf david bowie“
Problem: Wie bitte? Um derartige Bandwurmkonstruktionen ohne Punkt und Komma zu entschlüsseln, braucht es schon fast einen Doktor in Kryptologie. Klar, in privaten Konversationen schreiben viele Menschen zur Vereinfachung oder aus Zeitgründen gern mal alles klein. Doch in Verbindung mit dem rigorosen Verzicht auf Satzzeichen wirkt die Nachricht einfach hingepfuscht. Unser Gefühl: Hier ist jemand ein wenig wirr und handelt ziemlich vorschnell und unüberlegt. Nannte man so einen Stil in der Schule nicht Gedankenstrom? Da haben wir es also wieder: Erst denken, dann schreiben.

Fall 3: Der Ich-Erzähler

Einstieg: „Eigentlich bin ich ja eher schüchtern und mach nicht gern den ersten Schritt. Ich glaube, das liegt daran, dass ich zwei ziemlich dominante Brüder habe – das meinte zumindest meine Ex. Aber bei dir dachte ich, ich versuche es einfach mal. Du lebst in Berlin? Da war ich auch schon mal…“
Problem:
Direkt etwas von sich preiszugeben, um das Eis zu brechen, ist im Grunde eine tolle Idee. Problematisch an einer übertriebenen Häufung von „Ichs“ ist, dass es wirkt, als sei der Schreiber eher auf der Suche nach neuem Publikum für seine Lebensgeschichte und nicht nach einer potentiellen Freundin. Faustregel: Auf jedes „Ich“ sollte eine Frage kommen, die echtes Interesse signalisiert.

Fall 4: Der Einfallslose

Einstieg: „Na du?“
Problem: Na du – und nu? Ganz im Ernst: Was für eine Art von Antwort erhofft man sich auf diesen leider absolut nichtssagenden Gesprächseinstieg? Vielleicht: „Ich hatte heute Mittag Schnitzel mit Pommes, es hat sehr gut geschmeckt. Und bei dir so?“? Es ist ja lieb, uns für unsere Antwort völlig freies Feld zu lassen, eine nahezu inhaltslose Nachricht ist aber kaum besser als gar keine. Die meisten Frauen lieben kreative Männer und freuen sich über einen gleichermaßen schlauen wie witzigen Gesprächseinstieg. Also liebe Männer, lassen Sie sich lieber etwas einfallen, das mehr aussagt als das.

Fall 5: Der Fehlerteufel

Einstieg: „Hi! Ich guck jetzt seid zehn Minuten auf dein Profiel, du wirkst echt total interresant. Mir ist dierekt auf gefallen das du ein guten Film Geschmack hast. Was hälst du von Kennenlernen?“
Problem: Dieser Mann man steht vielleicht auf Filme – hat aber garantiert keins der Bücher gelesen, für die frau offensichtlich schwärmt. Mit einer so vor Fehlern strotzenden Nachricht bleibt der Empfängerin kaum eine andere Chance, als den Absender wahlweise für ungebildet oder einen Viertklässler zu halten, der sich einen Scherz erlaubt. Wir erwarten ja keinen zweiten Goethe, auch keinen angehenden Chefjournalisten, aber ein bisschen Rechtschreibung sollte doch nun wirklich drin sein.

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Über den Autor/die Autorin

Katrin Bauer

Katrin Bauer wurde in Hamburg geboren, wo sie Medienwissenschaften studierte, bevor es sie der Liebe wegen nach Berlin zog. Mittlerweile ist sie wieder glücklicher Single, arbeitet in einer Künstleragentur und schreibt in ihrer Freizeit über das Leben und Lieben in der Großstadt.