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Raus aus der emotionalen Isolation! So überwinden Sie emotionalen Missbrauch

Der emotional missbrauchende Partner betrachtet Sie als sein Eigentum. Er/sie will Sie ganz für sich allein und hat Angst, Sie mit jemandem zu „teilen“. Er will nicht akzeptieren, dass Sie auch ein Recht auf ein Leben außerhalb der Partnerschaft haben. Das kann sich auf Ihre eigene Familie, auf Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen usw. beziehen

Auch emotionaler Missbrauch ist eine Form des Missbrauchs

Emotionaler Missbrauch ist eine häufige, dennoch eher weniger bekannte Form des Missbrauchs. Körperlicher Missbrauch oder physische Misshandlung ist Betroffenen meist anzusehen und kann damit auch besser thematisiert werden, emotionaler Missbrauch dagegen bleibt der Umwelt oft lange verborgen. Zu den seelischen Schmerzen gesellen sich oft Scham- und Schuldgefühle und Opfer von seelischer Gewalt fühlen sich allein gelassen in ihrem Schmerz. Betroffen vom emotionalen Missbrauch innerhalb einer Partnerschaft sind Frauen genauso wie Männer.

Es gibt ganz unterschiedliche Formen und Ausprägungen dieser psychischen Gewalt – äußern kann sie sich zum Beispiel in der Isolation des Partners von anderen ihm nahe stehenden Menschen mit dem Ziel, Macht und Kontrolle über den Partner auszuüben. Je weniger Kontakte nach außen der Betroffene noch unterhalten kann, desto höher das Maß an Macht, Einfluss und Kontrolle. Betroffene haben keine Möglichkeiten, über ihr Erleben in der Partnerschaft zu sprechen und von anderen Menschen darin unterstützt zu werden, sich aus dieser destruktiven Konstellation zu lösen. Es fehlt somit auch an Feedback von außen, so dass der oder die Ausübende psychischer Gewalt immer größeren Einfluss auf Leben, Denken und Fühlen der Betroffenen hat.

Häufiges Anzeichen von emotionalem Missbrauch: Isolierung des Partners

Es gibt mehrere Anzeichen, die – passieren sie über einen längeren Zeitraum – darauf hindeuten, dass in einer Partnerschaft einer bestrebt ist, den anderen sozial zu isolieren und damit emotional zu missbrauchen. Es kann ganz harmlos damit beginnen, dass „vergessen“ wird, Grüße von anderen auszurichten. Oder es wird immer wieder berichtet, wie schlecht das Umfeld über einen gesprochen hat. Treffen mit der Familie/Verwandten/Freunden werden boykottiert oder enge Bezugspersonen werden massiv und dauerhaft abgewertet. Das Ziel ist immer, dafür zu sorgen, dass Brüche in den sozialen Verbindungen der Betroffenen entstehen, Freundschaften beendet werden und eine Loslösung von der eigenen Familie realisiert wird. Gleichzeitig führt diese absichtlich herbeigeführte Einsamkeit aufgrund der Isolation dazu, dass Betroffene aus Angst vor absoluter Einsamkeit eine Trennung vom Partner als extrem bedrohlich empfinden – ein Teufelskreis.

Emotionalem Missbrauch entkommen: Raus aus der Gewaltspirale!

Ein erster Schritt heraus aus dieser Gewaltspirale ist die Erkenntnis, dass ich mich in einer sehr ungesunden und destruktiven Beziehung befinde. Davon kann man ausgehen, wenn u.a. die oben genannten Hinweise bereits über einen längeren Zeitraum erlebt werden. Dann sollten Sie sich klar machen, dass ohne Hilfe von außen eine Besserung der Situation meist unmöglich ist. Sie müssen es schaffen, sich anderen mitzuteilen – nur so können Sie langsam wieder Eigenständigkeit und Kontrolle über Ihr Leben und Ihre Person erhalten. Ob es eine Lösung mit dem Partner gemeinsam geben kann, hängt von der Schwere der Problematik ab. Zunächst sollten Sie für sich alleine Hilfsangebote von außen annehmen, später erst entscheiden, ob eine Trennung notwendig ist oder ob Sie im Rahmen einer Paartherapie der Beziehung noch eine Chance geben wollen.

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Über den Autor/die Autorin

Markus Ernst

Der Diplom-Psychologe Markus Ernst führt in Hamburg eine eigene Praxis als Paartherapeut und psychologischer Gutachter. Außerdem ist er als Coach für Parship tätig.