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Neuer Trend: Harmonische Trennungen. Aber was soll das?

Im Guten auseinandergehen und alle negativen Emotionen unterdrücken – ist das wirklich sinnvoll? Haben wir nicht ein Recht auf unsere Gefühle?

Trennungen sind scheiße. Und zwar ganz egal, ob man der Verlassende oder der zurückgebliebene Part des gemischten (oder gleichgeschlechtlichen) Doppels ist – mies fühlen sich alle Beteiligten. Denn egal was vorgefallen ist: Wenn Beziehungen enden, verliert man einen Menschen, der einem sehr, sehr wichtig ist. Oder es zumindest einmal war. Man verliert seinen Herzensmenschen. Seinen besten Freund. Seine Partnerin in Crime. Man verliert den Menschen, von dem man vor vielen Tagen und Nächten möglicherweise noch dachte, man könnte zusammen alt werden. Ein Verlust, der unglaublich wehtut.

Im Trend: Harmonie-Trennungen

In letzter Zeit tun jedoch extrem viele Paare nach der Trennung so, als wäre eine Beziehung nicht mehr als eine praktische Geschäftsbeziehung. Eine Gemeinschaft, aus der zwei Parteien gleichermaßen profitieren, solange das Business dufte läuft. Ist die Wachstumsphase dann vorbei, trennen sich die Geschäftspartner wieder voneinander – selbstverständlich einvernehmlich, so wie es sich für ein gutes Arbeitsverhältnis gehört. Der Auflösungsvertrag wird mit einem Lächeln unterschrieben, mit einem letzten Handschlag besiegelt, die Güter aufgeteilt und dann wünschen sich beide „Alles Gute für die Zukunft. Wir können ja Freunde bleiben.“ Die Tür fällt zu. Stille breitet sich aus. Und was bleibt, ist Leere. Diese fiese, stechende, eiskalte Leere, die sich wünscht, sie hätte mit Tellern, Tassen und Worten geschmissen, statt zu lächeln und alles einfach hinzunehmen. Die Leere, die sich wünscht, sie hätte gesagt, wie scheiße sie diese Trennung findet. Die Leere, die aufs Freunde bleiben scheißt, und es am liebsten laut in die Welt hinausbrüllen würde.

Im Guten auseinandergehen?

Die Diplomaten unter Ihnen sagen jetzt vermutlich: „Nein, eine friedliche, harmonische Trennung ist doch viel besser als ein Rosenkrieg, bei dem sich alle nur noch mehr verletzen, als sie es ohnehin schon getan haben. Dann doch lieber im Guten auseinandergehen und Freunde bleiben. Innere Reife beweisen und erwachsen und souverän mit der Sache umgehen.“ Klingt solide, definitiv, da haben Sie Recht.

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Über den Autor/die Autorin

Katrin Bauer

Katrin Bauer wurde in Hamburg geboren, wo sie Medienwissenschaften studierte, bevor es sie der Liebe wegen nach Berlin zog. Mittlerweile ist sie wieder glücklicher Single, arbeitet in einer Künstleragentur und schreibt in ihrer Freizeit über das Leben und Lieben in der Großstadt.