Jungs, merkt ihr es einfach nicht?!

Eine internationale Studie hat herausgefunden, dass mangelnde Kommunikation der Hauptgrund von Trennungen ist. Initiiert von den Frauen

Ein Mann. ein Wort. Eine Frau, ein Wörterbuch. Über diesen alten Spruch können Frauen nur müde lächeln, denn gerade für eine Beziehung ist Kommunikation das A und O. Ohne Austausch über die eigenen Gefühle, die Bedürfnisse und Erwartungen ist (fast) jede Beziehung zum Scheitern verurteilt.

Für die meisten Frauen ist es essentiell, sich auszutauschen und mitzuteilen. Nur leider überfordern sie damit ihre Männer häufig. Doch warum fällt es den Herren so schwer, über Liebesdinge zu reden? Empfinden sie es als Zeichen von Schwäche oder fühlen sie sich sogar „verweichlicht“, wenn sie uns Frauen anvertrauen, wie sie sich fühlen, wovor sie Angst haben und was sie sich für die Zukunft wünschen?

Zugegeben, ich bin auch kein offenes Buch, was Gefühle angeht, aber in unserer Beziehung definitiv die Einäugige unter den Blinden. Und ich habe gelernt, dass das Ganze ein Prozess ist. Ich glaube, in den wenigsten Beziehungen ist die Kommunikation von Anfang an super und man tauscht sich regelmäßig über alles aus. Vielmehr muss man zunächst eine Vertrauensbasis schaffen und auch Auseinandersetzungen austragen, die meist daraus resultieren, dass man dem anderen nicht von seinen Gefühlen erzählt hat oder eben auch andersherum. Denn was nicht gesagt wird, kann der Partner auch nicht wissen. Häufig spielen sich Probleme und Überlegungen tagelang in unserem Kopf ab und wir wälzen alles von links nach rechts. Irgendwann ist man dann der Überzeugung, der Partner müsse schon wissen, was uns beschäftigt.

Während viele Frauen diese Dinge einfach irgendwann loswerden müssen und mit ihrem Partner darüber sprechen, was sie bedrückt, stauen Männer Probleme auf. Für Frauen bedeutet das Reden eine Erleichterung, selbst wenn es zu keiner konkreten Lösung führt. Männer verspüren dieses Bedürfnis deutlich seltener, sie machen die Dinge einfach mit sich selbst aus. Und so prallen ganz unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse aufeinander, die unweigerlich zum Streit führen. Doch was hilft in dieser Situation?

Schaffen Sie Raum für Gespräche

Mal eben schnell zwischen Tür und Angel ein Beziehungsgespräch zu führen, ist definitiv keine gute Idee. Ebenso wenig wird Ihr Partner abends nach einem anstrengenden Arbeitstag besonders aufnahmefähig für Probleme sein. Nehmen Sie sich Zeit für solche Gespräche. Zum Beispiel bei einem ausgiebigen Sonntagsspaziergang oder bei einem Abendessen – natürlich am Tisch und nicht auf der Couch, während die Glotze läuft. Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der sich beide wohl fühlen und bereit sind für einen Austausch.

Sprechen Sie konkret aus, was Sie bedrückt

Männer lesen nicht gerne zwischen den Zeilen. Wenn Sie also glauben, Ihr Liebster würde jede noch so kleine Nuance wahrnehmen und darauf reagieren, liegen Sie leider falsch. Sagen Sie konkret, was Sie möchten – natürlich ohne vorwurfsvoll zu sein. Aber klar und deutlich formulierte Wünsche tragen zu einem besseren Verständnis bei. Was nicht ausgesprochen wird, kann auch schlecht umgesetzt werden.

Fragen Sie ihn explizit nach seinem Gefühl in dieser Sache

Interessieren Sie sich auch für die Wünsche und Bedürfnisse Ihres Gegenübers. Wenn er nicht von selbst darüber redet, fragen Sie explizit nach. Sie sollen ihn natürlich nicht löchern – denn das hat bei Männern häufig einen umgekehrten Effekt – aber Interesse an den Gefühlen des anderen zu zeigen, ist nie verkehrt.

Zeigen Sie konkrete Situationen auf

Wenn mal wieder etwas mangels ausreichender Kommunikation aus dem Ruder läuft, machen Sie ihn darauf aufmerksam. Verallgemeinern Sie nicht, sondern beziehen Sie sich konkret auf diese Situation. „Hättest du mir gesagt, dass dich dieses oder jenes beschäftigt, hätte ich anders darauf reagieren können.“ „Bitte lass mich mehr an deinen Gefühlen teilhaben, damit ich dich besser verstehe.“

Wenn man sich nicht austauscht, nimmt die Beziehung leicht eine negative Dynamik an. Man redet nur noch aneinander vorbei. Irgendwann ziehen sich beide Partner komplett zurück und Probleme bleiben unausgesprochen. Diese Situation ist meist zuerst für Frauen unerträglich und sie ziehen die Reißleine. Versuchen Sie, die Probleme rechtzeitig zu erkennen und darüber zu sprechen, bevor es zu spät ist.

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