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Pornos zerstörten fast meine Beziehung

Der Freund unserer anonymen Leserin driftete immer weiter in die Parallelwelt der Pornographie ab. Bald wirkte sich seine Pornosucht auch negativ auf ihre Beziehung aus

Oft heißt es ja, regelmäßiger Pornokonsum würde einer Beziehung nicht schaden. Im Gegenteil: Er könne beiden Partnern dabei helfen, ein noch erfüllteres Sexleben zu haben. Oder er verschaffe „Abhilfe“, wenn der Partner mal gerade nicht verfügbar oder unpässlich ist. Das mag so sein – wenn das Ganze in Maßen geschieht. Meine eigene Beziehung wurde allerdings durch den Pornokonsum meines Freundes fast zerstört.

Ich lernte meinen heutigen Freund vor rund zwei Jahren auf einer Party kennen. Wir verstanden uns von Anfang an prächtig, verbrachten viel Zeit miteinander, unternahmen viel. Radtouren, Shopping, gingen ins Kino, trafen Freunde. Erst lief nichts zwischen uns und das war irgendwie auch völlig okay so. Aber irgendwann spürte zunächst ich, dann auch er, dass das mit uns nicht einfach eine Freundschaft ist, sondern mehr. Eines Tages war es dann soweit. Wir wurden ein Paar.

Der Sex war absolut fantastisch. Vielleicht, weil er doch schon ein paar Jahre älter war als ich, was ich super fand, oder weil er einfach schon genug Erfahrung gesammelt hatte. Auf jeden Fall drückte er bei mir von Anfang an die richtigen Knöpfe. Es gab Wochenenden, die verbrachten wir gefühlt nur im Bett, am Frühstückstisch, auf dem Frühstückstisch und wieder im Bett, bis wir beide völlig fertig und wund waren. Schön war’s.

Wir sahen uns nicht täglich, sondern meist so zwei, drei Tage die Woche. Das hat uns völlig gereicht und außerdem hatten wir ja auch beide noch ein eigenes Leben und Jobs. Ein bisschen Verschnaufpause zwischendurch ist was Gutes.

Wir passten – und passen immer noch – gut zusammen. Teilten ein paar Hobbys, viele Werte. Vom Sex war ja bereits die Rede. Kurz: Ich schätzte mich wirklich glücklich.

Was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wusste, geschweige denn ahnte, war, dass mein Freund extrem viel Pornographie konsumierte. Am laufenden Meter quasi. Ich habe nichts dagegen, dass er sich im Netz ein paar heiße Filme anschaut, solange die Praktiken noch im „üblichen Rahmen“ liegen. Ich bin da irgendwie nicht eifersüchtig. Ich vergleiche mich einfach nicht mit diesen blonden Mäuschen mit den aufgepumpten Melonen und ihrem gefakten Gestöhne. Dafür ist mir das echte Leben einfach viel zu wertvoll. Wenn jemand seinen Spaß daran hat – go for her!

Aber bei ihm war es nicht einfach eine herzlose Triebabfuhr. Es ging stark Richtung Sucht. Vielleicht war es auch einfach so, dass er nie gesättigt war, dass er immer Stimulation brauchte, um sich zu spüren. Dass da ein Loch in ihm klaffte, das gefüllt werden wollte (Interpretation einer Freundin von mir, nicht meine Worte). Keine Ahnung.

Ich merkte davon lange Zeit nichts. Was ich aber merkte, war, dass er nach einer anfänglichen, wenn auch heftigen, aber doch noch normalen Kennenlern- und Abtastphase schnell „unseren Horizont erweitern“ wollte. Er meinte, das Übliche, so drückte er sich aus, sei zwar geil, aber er wolle mehr, besonderen Sex. Ein Quickie an außergewöhnlichen Orten wie öffentlichen Toreinfahrten war da noch so ziemlich die spießigste Fantasie von ihm. Er forderte mich heraus und er forderte ein. Erst später begriff ich, dass viele seiner Fantasien aus seinen fast täglich konsumierten Pornos stammten und durch die Dauerverfügbarkeit für ihn wohl zu etwas ganz Selbstverständlichem geworden waren. Oder zumindest zu etwas, das man als Paar mal ausprobieren könnte.

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Leserbeitrag

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