Ich wohne gerne allein. Meistens

Niemand, der sagt, wann gekocht, wann geputzt und wann aufgeräumt werden sollte. Grenzenlose Männer-Freiheit in den eigenen vier Wänden, das findet beziehungsweise-Leser Mikesch super. Meistens. Ein Leserbeitrag

Zugegeben, ich bin spartanisch eingerichtet und da ich unter der Woche in Vollzeit arbeite, hält sich meine Lust, abends zu kochen, stark in Grenzen. Außerdem gehe ich drei Mal die Woche zum Kickboxen, da würde sich ausgiebiges Kochen gar nicht rentieren. Doch: Wann sauge ich? Wann putze ich? Wann wasche ich meine Wäsche? Das steht bei mir gar nicht zur Diskussion. Das ist mir vollkommen egal. Irgendwann eben, wenn es gerade in den Tagesablauf passt. Manchmal liegen drei verschwitzte Sportoutfits vier oder fünf Tage in meinem Bad, bevor ich Lust empfinde, sie zu waschen. Ist das ekelig? Nein, weil es mein Dreck ist. Den mache ich erst dann weg, wenn ich es will.

Sind große Freiheit und die große Einsamkeit ein und dasselbe?

Manchmal gibt es zwei Tage in Folge Tortellini aus dem Supermarkt. Aber das ist in Ordnung. Manchmal gibt es auch an einem Wochenende Samstagmittag, Samstagabend und Sonntagmittag Fertigpizza, weil ich aus Versehen die Maxipackung eingekauft habe. Und das ist auch in Ordnung. Malträtiere ich meinen Sandsack manchmal zu sehr und zu spät in der Nacht? Ja. Wen stört es? Niemanden. Sitze ich manchmal an einem freien Abend drei Stunden vor meiner Konsole? Ja. Wer hat damit ein Problem? Niemand. Laufe ich den ganzen Tag nur mit Shorts durch die Gegend? Ja. Stört sich jemand daran? Nein.

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