Ein Brief an mich, der ein Brief an dich werden sollte

Und um so länger ich hier sitze, an dem Ort an dem wir uns das erste Mal trafen, an dem Ort, wo wir uns das erste Mal küssten, der Ort der eben noch so verzaubert war, der Ort an dem ich dir diese Zeilen nun schreibe, der Ort an dem ich diese Zeilen nun gehen lasse, verstehe ich, warum wir uns begegnet sind. So ähnlich, so gleich verletzt, so gleich misstrauisch, so gleich gebrochen. Ich verstehe, dass du ein Spiegel meiner Seele warst. Und ich verstehe, ich hätte dich gebraucht, damit mein Herz etwas mehr zusammengeflickt wird, mein Herz einen Platz zum Ausruhen bekommt.

Und nun sehe ich, ich bin nicht so selbstlos, sondern ähnlich zerbrochen wie du. Ich wollte für einen gewissen Zeitraum spüren, wie es ist, liebenswert zu sein. Und so richte ich diese Zeilen nun an mich. Verstanden habe ich, wie liebenswert ich bin, wie viel mehr ich bin als ich glaube, wie ich nichts falsch gemacht habe, sondern es nicht besser wusste. Ich muss mich nicht für den Weg entschuldigen, den ich wählte, um zu überleben. Und so kann ich dich mit diesen Zeilen endlich gehen lassen und bin dankbar, dass du zuerst gegangen bist.

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