Die beste Entscheidung meines Lebens warst du

Sie wollte keine Beziehung, und schon gar nicht heiraten. Doch seit unsere anonyme Leserin erfahren hat, wie schön und gleichzeitig leicht Liebe sich anfühlen kann, hat sie ihre Meinung geändert und bereut das für keinen Moment

Vor zwei Jahren begann mein neues Leben. Für das Studium zog ich zum ersten Mal in eine Großstadt und alles war anders. Neue Umgebung, neues Zuhause, neue Leute: alles änderte sich. Aber ich war bereit dafür und freute mich auf alles, das kommen sollte. Und dann nach ein paar Monaten an der neuen Uni traf ich auf dich. Du bist mir kaum aufgefallen, hast als Mitarbeiter dort gearbeitet und unseren Kurs auf den anstehenden Fotografie-Test vorbereitet. Ein paar Tage später hast du uns dann geprüft. Das war der Moment, an dem wir das erste Mal alleine waren. Ich war auf die Prüfung konzentriert, du hast einige fiese Fragen gestellt, aber die grundlegende Stimmung war entspannt und lustig. Und dann kam die Weihnachtsfeier. Wir haben uns nur kurz unterhalten, aber irgendwie hast du es geschafft, dass wir uns bei Snapchat als Freunde hinzufügen. Die moderne Version vom klassischen Nummern-Austauschen.

Ab da haben wir uns ab und an Bilder geschickt und uns ausgetauscht. Wir sind oft im Chat der App gelandet und haben über alle möglichen Dinge gesprochen. So vergingen einige Monate. Immer hatten wir ein wenig Kontakt, aber da war nie mehr. Für mich warst du einfach ein Bekannter, jemand von der Uni, mit dem ich halt ein bisschen was zu tun hatte.

Eines Tages wollte ich dir eine aufregende Geschichte erzählen, die mir gerade passiert war und du fragtest mich schließlich nach meiner Nummer, um unsere Kommunikation zu vereinfachen. Ich gab sie dir. Meine erste Nachricht war eine Sprachnachricht. Ich schätze, das war der Moment, in dem ich dich verzaubert habe.

Von da an schrieben wir häufiger und fingen zum ersten Mal an, uns mehr übereinander zu erzählen. Ich erfuhr, woher du kamst, mehr über deine Person und deine Geschichte. Dasselbe galt für dich. Du hattest Interesse, mehr über mich zu erfahren. Irgendwann habe ich gemerkt, dass du mehr Interesse gezeigt hast als sonst. Ich hab nie wirklich darauf reagiert, ich wollte kein Treffen, ich wollte nicht, dass das in so eine Richtung geht. Für mich warst du nur ein Freund. Doch du gabst nicht auf, wir hatten immer noch Kontakt und eines Tages hast du mich konkret nach einem Treffen gefragt. Du wolltest in die Stadt gehen. Das klang unverbindlich und entspannt für mich, freundschaftlich. Also sagte ich zu und so kam es fünf Monate nach unserer ersten Begegnung zu unserem allerersten Treffen.

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Leserbeitrag

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