Von einer Beziehung in die nächste: Was steckt dahinter?

Warum stürzen sich manche Menschen eigentlich chronisch von einer Beziehung in die nächste – und was gewinnen sie wirklich dabei?

In fast jedem Freundeskreis gibt es sie, diese eine Person, die permanent von einer Beziehung in die nächste rutscht. Kaum hat der Ex-Partner seine Kisten gepackt, muss jemand Neues her, um die entstandene Lücke zu stopfen. In besonders extremen Fällen kommt es sogar erst zur Trennung, wenn parallel schon eine neue Liaison aufgebaut wurde, sodass Betroffene ganz einfach von Beziehung zu Beziehung wechseln. Ihre Partner austauschen, ohne zwischendurch wenigstens einmal gründlich durchzuatmen. Das ist zum einen natürlich nicht immer so gesund – zum anderen steckt aber auch oft mehr dahinter als „nur“ Angst vor dem Alleinsein.

Die Betroffenen brauchen eine Partnerschaft. Sie leiden meist – oft unbewusst – unter einem verletzten Selbstwert, der verhindert, dass sie mit sich selbst im Reinen sind. Weil sie nicht mit sich selbst befreundet sind, wagen sie es nicht, mit sich selbst längere Zeit alleine zu sein – und deshalb suchen sie Bestätigung und Anerkennung in einem Beziehungspartner. Eigentlich geht es ihnen nicht um die Nähe zu einer bestimmten Person, es geht ihnen in erste Linie um die Nähe selbst, denn die gibt ihnen die Sicherheit, die sie alleine nicht verspüren.

Von Beziehung zu Beziehung: Das steckt dahinter

Als Langzeit-Liierter oder anspruchsvoller Dauer-Single kommt einem dieses Hangeln von einer Beziehung in die andere meist ziemlich merkwürdig vor. Ist man befreundet, zeigt man jedoch Verständnis, unterstützt, wo man kann, nimmt den neuen Partner mit zum Bowling und möglichst vorurteilsfrei in die Zweitfamilie auf. Prinzipiell ist das natürlich gut – das Von-Beziehung-zu-Beziehung-Phänomen parallel kritisch zu hinterfragen, aber noch ein bisschen besser. Entscheidend ist doch: Was verursacht eigentlich das ständige Bäumchen-wechsel-dich-Spiel? In der Regel ist dieses Verhalten ein Symptom des Offensichtlichen: der Angst vor dem Alleinsein. Wer von einer Beziehung in die andere wechselt, greift ganz einfach zum rettenden Anker und integriert kurzerhand einen Menschen in sein Leben, der den letzten ersetzt. Doch was löst eigentlich diese Furcht vorm Dasein ohne Partner aus?

Angst vorm Alleinsein: Diese 4 Faktoren spielen eine Rolle

Faktor 1: Der Single-Stempel

Wer von einer Beziehung in die nächste hüpft, muss anders als seine Single-Freunde nicht befürchten, insgeheim als schrullig und eigenartig abgestempelt zu werden. Offensichtlich ist man nicht zu merkwürdig für einen passenden Deckel, denn hier, guckt, dieser passt diesmal wirklich.

Faktor 2: Die Einsamkeit

Natürlich kann auch ein tief verwurzeltes Problem mit Einsamkeit dazu führen, dass jemand von Beziehung zu Beziehung springt. Betroffene sehnen sich überdurchschnittlich stark nach einer Person zum Festhalten, Anlehnen, Austauschen, nach Romantik und einer festen Paarstruktur.

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