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Vom Finden der Liebe in Zeiten des Perfektionismus

Sicher, die Evolution der menschlichen Gesellschaft hat ihren Anteil daran, dass uns gewisse „Urwerte“ in der Partnerwahl in die Stirn gebrannt sind. Macht, Bildung, äußere Merkmale, die auf Fruchtbarkeit und Gesundheit schließen lassen, sind eng in unsere Suchmaske eines Lebenspartners verflochten.

Wie wäre es mit einer Mischliste an Kriterien?

Die Frage ist allerdings, ob uns dies bewusst ist und wir in der Lage sind, diese Kriterien in das richtige Verhältnis zu einem neuen Menschen zu setzen, für den wir uns interessieren und mit dem wir vielleicht langfristig zusammen sein möchten. Für den Anfang reicht vielleicht eine „Mischliste“ an Kriterien, wo ganz oben absolute Werte stehen, die wir unbedingt erfüllt sehen wollen – wie Humor, Ehrlichkeit und Neugier, während weiter unten die Kriterien stehen, die zwar eine nette Ergänzung, aber nicht unbedingt notwendig sind. So etwas wie Kontostand, oder vorhandene Ferienwohnung, oder ein guter BMI. Eine Partnerschaft kann über ein ganz wunderbares Entwicklungspotenzial verfügen. Um dies zu tun, muss sie allerdings erst einmal überhaupt beginnen.

Zudem besteht auch immer noch die Möglichkeit, dass man selbst beziehungsweise der Partner, der alle Kriterien beim Kennenlernen so ausgezeichnet erfüllte, im Laufe der Partnerschaft seinen Job verliert. Oder ordentlich an Gewicht zulegt. Krank wird. Oder traurig. Wer mit einem „Maximizer“ zusammen ist, kann dann berechtigterweise darum bangen, ob die Beziehung noch Bestand hat. Andererseits ist es erlaubt und sogar nötig, den Partner in gewissen Lebensphasen Richtung Verbesserung, also hin zum Optimum zu pushen. Da kann ein „Maximizer“ unter Umständen schnelle und gute Resultate erzielen, wenn er sich entscheidet, das Fortdauern der Beziehung an gewisse Bedingungen zu knüpfen: einen neuen Job suchen. Abnehmen. Gesünder werden. Sich wieder aufrappeln.

Realistischerweise muss gesagt werden: Wir werden womöglich nie jemanden finden, der restlos all unseren Wünschen entspricht. Und wir werden auf lange Sicht wahrscheinlich selbst auch nie dieser Jemand für einen Partner sein. In dieser Reibungsfläche zwischen Wunsch und Realität, zwischen theoretischem Maximum und praktischem Durchschnitt, liegt ja eben auch das bereits genannte Potenzial guter Beziehungen.

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Über den Autor/die Autorin

Julia Malz

Julia Malz zog es 2001 aus dem Rheinland an die Elbe. Im neuen Heimathafen Hamburg schreibt sie seit 2009 als freie Journalistin und Autorin für Kunst-, Kultur- und Wirtschaftsformate. Die Inspiration für ihre Texte zieht sie aus der Literatur, dem schönen Leben und natürlich dem Wunder, das wir Liebe nennen.