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Online Dating – Karneval der maskierten Gelüste oder Ping Pong der Frustrationen?

Eine „One fits all“-Anmache gibt es nicht

Bei Männern hingegen war genau das oft der Fall: Die gesamte Kommunikation im Vorhinein wirkte so, als hätten sie lediglich ein Ziel: zu bekommen, was sie wollen und dafür spulen sie die typischen Mann-Frau-Klischees herunter. Gerade auf Tinder und Lovoo sehr gut zu beobachten, so hat mich beispielsweise hier jeder zweite Mann zu einem teuren Essen, in ein fancy Lokal inklusive schicker Abendkleidung eingeladen… Wer auch nur eine Sekunde mein Profil betrachtet, erkennt direkt, dass das absolut nicht mein Lifestyle ist. Wirkt demnach wenig interessiert. Während viele Frauen, die Anonymität des Internet noch nicht wirklich für sich nutzen, indem sie beispielsweise offen über ihre Wünsche und ihr Verlangen reden oder sich mal „sexuell was trauen“ (Witzigerweise, war das oft ein Grund, der von Frauen angeführt wurde, warum sie sich auf Dating Plattformen angemeldet hatten), so machen die meisten Männer wiederum zu viel von der scheinbaren Unsichtbarkeit des Internets gebrauch und schießen hier und da bereits im Vorhinein weit über die sexuelle Belästigungs-Linie heraus.

Also Ladies: traut euch (ein wenig mehr)! Aber Männer: schaltet vielleicht hier und da mal einen Gang zurück. Wir erwarten weder Heiratsanträge noch super harte Bad Boys mit Macho-Sprüchen. Verhaltet euch am besten einfach normal, dann wird es in „echt“ auch nicht ganz so peinlich. Stellt euch einfach vor, die Dame würde bereits vor euch stehen und eure Botschaft nicht via Textnachricht erhalten.

Ach ja, abschließend noch eine Sache: Begegnungen sind selten umsonst. Wenn es nicht funkt, hat es euch vielleicht dennoch inspiriert. Auch andere Biografien können interessant sein und nur, weil man nicht gemeinsam in der Kiste landet, heißt das nicht, dass man sich nicht mit Respekt, Anstand, aber vor allem, einem Lächeln, begegnen kann. Wir wollen doch am Ende alle nur geliebt werden und lieben.

Denkt mal drüber nach!


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Über den Autor/die Autorin

Nadine Primo

Nadine studierte nach dem Abitur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Romanistik und Geschichte (Bachelor of Arts) und Internationale Geschichte der Neuzeit (Master of Arts). Aktuell arbeitet sie als Recruiterin und freie Autorin in Berlin, um genug Zeit für ihre Recherchen und Gedanken zu haben und sich ihr Kreativsein zu finanzieren. Das Reisen ist eine ihrer größten Leidenschaften, ebenso wie die Malerei, Literatur, Philosophie und (Kultur-)Geschichte. Als bisexuelle Frau teilt sie auf ihrem Blog und Instagram persönliche Erlebnisse sowie rastlose Gedanken und spricht über (Bi-)Sexualität, (offene) Beziehungen, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit.