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Online Dating – Karneval der maskierten Gelüste oder Ping Pong der Frustrationen?

Von witzig bis fragwürdig

Dann gibt es noch eine weitere Kategorie, die ich liebevoll „hoffentlich nicht ernst gemeint“ nenne. Und zwar sammeln sich hier alle fast schon Liebesbrief-ähnliche Anschreiben, die auf der einen Seite witzig aber irgendwie auch fragwürdig scheinen. Vielleicht bin ich bis jetzt auch nur noch nicht auf die Idee gekommen, mich in ein Bild zu verlieben oder einem Dating Profil einen Heiratsantrag zu stellen – wer weiß das schon. Komisch ist es, im ersten Moment, dennoch.

  • „Hallo, magst du mich heiraten?“
  • „Ich habe mich bereits in dich verliebt, wie schaut es bei dir aus? Können wir uns so schnell wie möglich treffen, kochen, quatschen und „Netflix“ schauen? 😉“
  • „Eigentlich geht’s mir aktuell um „Friends with benefits“ und gelegentliche Sex Dates (Netflix & Chill), aber bei dir würde ich eine Ausnahme machen, da ich sicher bin, dass wir uns super verstehen.“
  • „Nadine heißt also die zauberhaft-umwerfende Mutter meiner zukünftigen 12 Kinder, die ich hier nun um die Hand bitte – umso gleich den Bund der Ehe mit mir aufzunehmen.“
  • „Hey Nadine, suchst du einen treuen, loyalen, aufmerksamen, netten, lieben Mann, auf den du dich verlassen und stützen kannst? Mir ist nach Freundschaft, Nähe und Partnerschaft in einem. Ich bin studiert, führe diesen Job aus und meine Bekannten sagen, ich sei sehr verlässlich, ein guter Zuhörer und immer für meine lieben da. Ich würde dich gern mal auf ein Stück Kuchen einladen und dich näher Kennenlernen wollen. Melde dich gern auch hier: 0178….. In Liebe, G.“

Was haben diese Nachrichten alle gemeinsam? Richtig, sie sind way too much! Für mich zumindest, also auch wenn es sich hierbei um Online-„Dating“ handelt, so erwarte ich weder meinen zukünftigen Ehemann noch Vater meiner Kinder auf diesen Plattformen. Natürlich kann auch aus einem Match eine Marriage werden, warum auch nicht. Aber das wäre dann eher Zufall und nicht das, was ich gesucht/erwartet/mir vorgestellt hatte.

Im Karneval der maskierten Gelüste gibt es leider keine festen Regeln, dafür ist jeder Mensch und somit auch seine Bedürfnisse zu verschieden. Was der einen gefällt, kann dem anderen ein Dorn im Auge sein. Wie soll Mann da auch passend reagieren? Zugegeben, es ist eine Gradwanderung, aber dennoch gibt es gewisse (Anstands-)Regeln, die der ein oder andere vielleicht beachten sollte. Interessanterweise wurde ich von Frauen (ihr erinnert euch, ich bin bi) bis jetzt weder dumm angemacht noch respektlos auf mein Aussehen reduziert oder provokant nach Sex gefragt. Scheinbar halten Frauen sich an die Regel: Wie du mir, so ich dir. Sie unterscheiden nicht zwischen Realität und Cyberwelt, zumindest hatte ich nie das Gefühl, in „live“ mit einem anderen Menschen zu reden.

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Über den Autor/die Autorin

Nadine Primo

Nadine studierte nach dem Abitur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Romanistik und Geschichte (Bachelor of Arts) und Internationale Geschichte der Neuzeit (Master of Arts). Aktuell arbeitet sie als Recruiterin und freie Autorin in Berlin, um genug Zeit für ihre Recherchen und Gedanken zu haben und sich ihr Kreativsein zu finanzieren. Das Reisen ist eine ihrer größten Leidenschaften, ebenso wie die Malerei, Literatur, Philosophie und (Kultur-)Geschichte. Als bisexuelle Frau teilt sie auf ihrem Blog und Instagram persönliche Erlebnisse sowie rastlose Gedanken und spricht über (Bi-)Sexualität, (offene) Beziehungen, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit.