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Ich habe Bindungsangst. Und nun?

Ich stellte mich aktiv meiner Angst

Zunehmend kam der Wunsch in mir auf, meiner Angst auf den Grund zu gehen, um bestimmte Dinge in den mir bis dahin noch versteckten Tiefen meines Unterbewusstseins besser verstehen zu können. So wendete ich mich der Bindungsangst bewusst und mit einer gewissen Neugier zu. Ich stellte mir folgende Frage: Was steckt eigentlich genau hinter meiner Angst? 

So wie das Wort Bindungsangst schon sagt, stecken hinter diesem Phänomen gewisse Ängste, die uns daran hindern, neue Beziehungen einzugehen und uns deshalb genau in diese bereits beschriebene Widerspruch-Spirale manövrieren. Aber welche genauen Formen von Angst verbargen sich dahinter? Hauptsächlich hatte ich Angst vor emotionaler Verletzung sowie Angst davor verlassen zu werden. Von einer Person, für die ich mein Innerstes nach außen gekehrt hatte und die ich abgöttisch liebe. Außerdem führte meine intensive Selbstreflexion zutage, dass in dieser Spirale auch noch einige negativ verinnerlichte Glaubenssätze kreisten. Mir wurde also zunehmend klar, dass da einige Dinge ziemlich im Argen lagen, tolerierte meine Ängste aber und ließ sie bewusst zu. Anschließend versuchte ich diese Negativsätze mithilfe eines Online Coaching-Programms und weiteren intensiven Selbstreflexionsphasen beim Schopfe zu packen, um sie im nächsten Schritt nach und nach aufzulösen und positiv umzukehren.

Dies klappt natürlich nicht von heute auf morgen und auch heute befinde ich mich noch mitten im Prozess. Ich fühle mich aktuell aber schon deutlich wohler in meiner Haut und habe die Tatsache, von Bindungsangst betroffen zu sein, nun völlig akzeptiert und angenommen. Der Umstand hat für mich nun auch nicht mehr im Geringsten etwas mit persönlicher Schwäche zu tun, sondern geht für mich viel mehr mit charakterlicher Stärke einher, weil ich intensiv daran arbeitete und darin vertraute, dass dieses (verkorkste) Verhalten eigentlich nicht zu mir gehörte. 

Ausbruch aus der Widerspruch-Spirale

Nach wie vor besucht mich die Angst vor Ablehnung und Verletzung ab und zu. Ich habe aber einen Weg gefunden, um besser mit ihr zurecht zu kommen und für mich beschlossen, ihr nicht länger die Oberhand über mein Leben geben zu wollen. Stattdessen möchte ich mich der Angst aktiv stellen und den Männern wieder eine Chance geben mein Herz zu erobern.  Das wird sicherlich nicht immer leicht sein und ich werde bestimmt auch immer wieder an meine Grenzen stoßen. Allerdings möchte ich versuchen, mutig zu sein und trotz meiner Angst wieder den Weg in eine tolle Beziehung finden, auch wenn dahinter gleichzeitig die Gefahr vor einer erneuten Enttäuschung lauern könnte. Innerhalb meines Erkenntnisprozesses habe ich nämlich folgende Lektionen gelernt: 

  • Garantien und Sicherheiten gibt’s im Leben leider nicht. Also auch nicht die Sicherheit, für immer mit einer Person zusammenzubleiben.
  • Ich kann mich vor erneuter Verletzung leider nicht schützen. 
  • Noch schlimmer wäre es jedoch, neue und vor allem wertvolle Erfahrungen sowie glückliche Momente mit einem tollen Mann sausen zu lassen, weil ich mich abschotte, einmauere und hinter meiner Schutzmauer verschanze.

Deshalb möchte ich zukünftig eben doch über meinen Schatten springen, wieder in das Gute vertrauen und mithilfe meines positiv-umgekehrten Glaubenssatzes zuversichtlich in die Zukunft schauen: „Ich werde eine erfüllte Beziehung führen und jemanden finden der mich liebt und den ich liebe.“

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Über den Autor/die Autorin

Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!