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Ein Jahr Tinder-Dates: Is it a match?

Marie-Luise Ritter, bekannt durch ihren Blog Luiseliebt, datete via Tinder. Ein Jahr lang, viele Typen. Nette und charmante, widerliche und übergriffige. Darüber schrieb sie, jedoch keinen fiktiven Roman oder eine Liebesgeschichte, sondern ihre echten Erlebnisse. Bunt und ungeschönt. Hier liest du einen Auszug aus „Tinder Stories: Ein Jahr voller Dates“:

Leon

Er: Schönes Match, dann sage ich hiermit mal freundlich Hallo!
Ich: Hi Leon. Hattest du einen schönen Sonntag?
Er: Hab die Sonne genossen und bin gerade zurück in Hamburg.
Und du?
Ich: Auf dem Balkon gelesen und mir mal wieder Tinder runtergeladen.

Er wirkt groß, hat dunkles Haar, und seine Fotos zeigen ihn im Anzug mit einem kleinen Struppi-Hund vor einer Häuserzeile. Ich steh auf Anzüge. Er sieht wirklich gut aus. Wir schreiben vielleicht zehn, fünfzehn Minuten über Belangloses, als er vorschlägt, lieber über Sprachnachrichten zu kommunizieren. Naiv wie ich bin, schicke ich ihm meine Nummer. Eine Sache, die meine Freundin Janne am nächsten Tag, als ich ihr von meiner neuen Online-Bekanntschaft erzähle, kommentiert mit »Alter, spinnst du? Nie-nie-niemals so schnell die eigene Nummer auf Tinder rausgeben!« Aber dazu später mehr. Als er spontan nach einem Date für den Abend fragt, fühle ich mich nach Monaten des Verkriechens gerade mutig und draufgängerisch. Ich bin heute sogar geschminkt, meine Haare liegen gut und ich habe ein richtiges Outfit an. Weiße Hose, blau gestreifte Bluse, dazu sommerliche Sandalen. Ich fühle mich wohl. Also sage ich zu. Er schlägt ein Restaurant einer italienischen Kette in meiner Nähe vor, nichts Besonderes, aber für so einen ungeplanten Sonntagabend und den schnellen Hunger völlig okay. Ich füttere meinen Hund, streiche noch einmal kurz meine Bluse glatt, nehme Geld und Handy und mache mich auf den Weg.

»Du datest bestimmt viel, oder?« Er zwinkert mir über unsere Teller hinweg zu.
»Ich habe mir Tinder vorhin erst runtergeladen, wie ich geschrieben habe.«
»Ach, das glaube ich dir nicht«, erwidert er. »Du siehst eher aus wie eine ganz Wilde, die von niemandem die Finger lassen kann.«

Wir sitzen ungefähr seit zwanzig Minuten im Restaurant am Fenster, ich bleibe eigentlich nur, weil ich Hunger habe. Es ist mehr als nur schrecklich. Ich fühle mich wirklich wie im falschen Film.

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