Warum wir wieder Sex wie beim ersten Mal haben sollten!

Fühlen Sie sich manchmal gefangen in der Sucht nach noch tollerem und aufregenderen Sex? Lena Lamberti ging es genauso, weshalb sie sich auf die Suche nach dem, was sie wirklich erfüllt, gemacht hat. Was das ist? Der Kitzel des ersten Mals, den zu spüren sie allen nur ans Herz legen kann

Das erste Mal

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Mal bzw. den Weg dahin? Den Kitzel, die Neugierde und Aufregung und vor allem die Intensität? Nun gut, nur wenige würden ihr erstes Mal als Super-Sex bezeichnen – ich tatsächlich auch nicht. Aber ich erinnere mich noch gut, wie mich mein erster Freund mit seiner Zunge zu meinem ersten Orgasmus in Zweisamkeit brachte. Alles war neu und ein verrückter Cocktail von Hormonen ließ die Ekstase in mir von den Zehenspitzen bis in den Kopf durch mich hindurchfließen. An diesen Moment kann ich mich auch heute – circa 15 Jahre später – noch ganz genau erinnern. Ein echter Höhepunkt meines Lebens!

Unzählige sexuelle Erfahrungen später, war ich von meinen Orgasmen nur noch selten so richtig gekickt. Ich hatte mich daran gewöhnt, Sex zu haben und dabei zu kommen. In der Tat gehöre ich zu den Frauen, bei denen das immer sehr einfach geklappt hat. Doch über die Jahre ging mir der Kitzel verloren. Es war nicht so, dass ich nichts spürte oder keine Orgasmen mehr gehabt hätte, doch das alles bedeutete mir nichts mehr. Denn über die Zeit hatte ich zu viel bedeutungslosen Sex mit bedeutungslosen Männern. Ich war desensibilisiert.

Auch an die verrücktesten Abenteuer gewöhnt man sich

Mit einigen Partnern versuchte ich den sexuellen Nervenkitzel durch immer neue abenteuerliche Praktiken wachzurütteln. Das half jeweils eine Weile. Doch auch hier setzte nach einiger Zeit immer wieder eine Gewöhnung ein. Es war egal, wie verrückt das war, was wir miteinander machten – auch das größte Abenteuer wurde über die Zeit zur Routine. Doch wie kann man dies verhindern? Gleich vorab: Immer extremere Sexualpraktiken sind es nicht! Denn man schaukelt sich so immer weiter hoch in noch krassere Extreme und irgendwann sind dem eigenen Körper natürliche Grenzen gesetzt. Die Sucht nach sexuellem Höhenflug ist wie eine Drogensucht – sie gehen beide früher oder später mit enormem Leidensdruck einher.

Früher war ich beim Sex immer nur auf Orgasmen fixiert – ich wollte kommen und gleichzeitig wollte ich sicherstellen, dass auch mein Partner ein besonders tolles sexuelles Erlebnis hat. Das Problem daran: Ich war zumeist nur im Kopf und sehr wenig meiner Aufmerksamkeit war in meinem Körper bzw. im Erspüren all meiner Sinneseindrücke. Mein sexuelles Erleben war deshalb fad, weil ich gar nicht da war, wo ich gerade verwöhnt wurde, sondern in Gedanken schon wieder überlegte welche Stellung, Spielzeug, etc. wir als nächstes miteinander einsetzen könnten, damit es bloß nicht langweilig werden würde.

Gehen Sie auf Entdeckungsreise

Für mich war der Weg zurück in die Erfüllung tatsächlich wieder dorthin zurückzugehen, wo wir als Teenies angefangen hatten – in das gegenseitige Entdecken. Am Anfang war alles noch so ungewohnt und ich war voll dabei. Jede kleine Berührung war Neuland und deshalb war es auch so intensiv. Ich spürte ganz genau hin, was mein Freund mit seinen Händen, mit seiner Zunge oder sonstigen Körperteilen machte. Und wenn wir einer Sache unsere volle Aufmerksamkeit schenken, ist sie viel intensiver, als wenn wir im Autopilot-Modus die Standardnummer abspielen und in Gedanken darüber nachdenken, welche Dinge noch auf unserer To-Do-Liste stehen. Sex ist nämlich so lange gut, wie er etwas Besonderes ist. Wird er irgendwann Routine und nehmen wir ihn als stets verfügbar wahr, nimmt der Zauber ab. Deshalb nehmen die sexuelle Zufriedenheit bzw. die Frequenz des gemeinsamen Spiels auch meist mit den Jahren einer Beziehung ab. Dabei sind es doch wir selbst, die Dingen ihre Bedeutung zuschreiben. Es liegt also ganz in Ihrer Hand wie viel Zauber Sie Ihrem Sexleben verleihen wollen und wie Sie über dessen Güte denken.

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