Sex als Mittel zum Zweck? Wenn es nicht mehr um die Lust aufeinander geht

Ganz schwierig wird es, wenn wir den Sex einsetzen, um den Partner zu manipulieren. Auch das kommt häufiger vor, als man denken mag. Und auch das ist uns nicht immer bewusst. Das kann dann der Fall sein, wenn wir unseren Partner oder unsere Partnerin nicht anders zu erreichen glauben. „Wenn du nicht mit zum Fußball kommst, schlafe ich auch nicht mit dir.“ Oder „Erst wenn du dich für meine Gefühle interessierst, bekommst du Sex.“ Die Beispiele sind etwas klischeehaft, sollten aber eines verdeutlichen: Beide Partner fühlen sich in ihren Bedürfnissen nicht beachtet. Probleme in der Beziehung werden häufig auf diese Weise auf das Liebesleben verschoben.

Gehen Sie aufeinander zu und reden Sie miteinander!

Reden hilft nicht immer. Aber immer öfter. Kommunikation ist in einer Beziehung ganz wichtig. Und zwar nicht nur das Reden über den Alltag, sondern das Reden über Gefühle und Bedürfnisse. Wenn ich mich in der Beziehung nicht beachtet und wahrgenommen fühle, wird mir das beim Sex auch so gehen. Und umgekehrt.

Der erste Schritt ist also das Innehalten und Reflektieren: „Warum will ich gerade jetzt die körperliche Nähe des Partners? Worum geht es mir wirklich? Ist es tatsächlich die Lust auf den anderen oder versuche ich, andere Bedürfnisse damit zu erfüllen?“ Auf der anderen Seite kann derjenige, der oder die das Gefühl hat, gerade gar nicht gemeint zu sein, ebenso innehalten und nachfragen: „Was willst du wirklich und wie kann ich dich dabei unterstützen? Und wie geht es mir in diesem Moment?“

Diese Kommunikation hilft dabei, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und dem anderen mitzuteilen. Und erst, wenn wir uns verstanden und angenommen fühlen, wenn wir merken, dass wir dem anderen wichtig sind, haben wir auch wieder Spaß am Liebesspiel!


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