Bye Bye sexuelle Unlust – 3 Lustfaktoren für mehr Sex 

Wenn wir die Lust auf Sex steigern wollen, dürfen wir aktiv daran arbeiten und uns weiterentwickeln. Wenn wir in unserem Leben bestimmte Lustfaktoren integrieren und uns ein lustvolles und genussvolles Leben schaffen, kommt oftmals auch die Lust auf partnerschaftliche Sexualität zurück.

2. Lustfaktor: Wertschätzung des Körpers und des Geschlechts 

Wie behandelst du deinen Körper? Wie fühlst du dich in deinem Körper? Erlaubst du dir dich in deinem Körper schön, sinnlich und sexy zu fühlen? 

Wir werden von Medien überflutet, wie ein schöner Körper auszusehen hat. Wir wissen zwar, dass dieses Schönheitsideal, das in unserer Gesellschaft herrscht, nur wenige Menschen erreichen, jedoch gehört das Streben danach dazu. Die Werbung gibt Acht darauf, Schönheitsideale weiterhin zu verkörpern. Denn wenn jeder Mensch zufrieden mit seinem Körper wäre, würde die Industrie weniger Produkte verkaufen. 

Wenn du eine wertschätzende Haltung gegenüber deinem Körper hast, bist du auch fürsorglich ihm gegenüber. Du behandelst deinen Körper gut, bewegst ihn, machst dir Gedanken, welche Lebensmittel dir guttun und sprichst nett mit deinem Körper und über ihn.  

Die Wertschätzung des Körpers fängt damit an, dass du aufhörst, negativ über deinen Körper zu denken. Dabei ist es wichtig, sich die negativen Gedanken, welche du tagtäglich über deinen Körper denkst, bewusst zu machen. Dazu kannst du innerlich “Stopp” sagen und dir folgende vier Fragen von Byron Katies „The Work“ stellen. Am Beispiel von „Meine Oberschenkel sind zu dick“, könnte dies folgendermaßen aussehen: 

Negativer Gedanke: „Meine Oberschenkel sind zu dick.“ 

Ist das wahr? 
Ja, es ist wahr, dass meine Oberschenkel zu dick sind. 

Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? 
Nein, ich kann nicht mit absoluter Sicherheit wissen, dass meine Oberschenkel zu dick sind. 

Wie reagiere ich, wenn ich diesen Satz denke? 
Ich reagiere mit Traurigkeit und es macht mich wütend auf mich selbst. Ich spüre eine Enge in meinem Körper, wenn ich diesen Satz denke.  

Wer wäre ich ohne diesen Gedanken? 
Ich wäre zufriedener mit meinem Körper, ich könnte meinen Oberschenkel mehr Dankbarkeit zeigen. Außerdem würde ich mir schönere Kleidung kaufen, welche meine Oberschenkel betonen. Ich wäre ein glücklicherer Mensch. 

Wenn du dir diese vier Fragen zu einem negativen Gedanken stellst, merkst du, dass viele Gedanken keinen Wahrheitsgehalt haben. Ebenfalls wirst du merken, dass sich dein Leben ohne diese negativen Gedanken über deinen Körper positiver entwickelt und dich zu einem glücklicheren und zufriedeneren Menschen machen. 

Eine weitere Übung, welche du tagtäglich tun kannst, ist die “Dankbarkeitsdusche”. Unter der Dusche berührst du jeden Körperteil bewusst und dankst ihm für das, was der Körper tagtäglich leistet. Vor allem die Stellen am Körper, welche du nicht magst, darfst du liebevoll berühren und dankbar sein. Wenn du positiv über dich und deinen Körper denkst, wirst du deinen Körper mehr wertschätzen. 

Wenn du dich wohlfühlst in deinem Körper, fällt es dir leichter, dich als sinnlich und sexy wahrzunehmen. Um dich sinnlicher zu fühlen, kannst du in einer stimmungsvollen Atmosphäre deinen Körper auf sinnliche Art berühren oder sinnlich tanzen. 

Vulva und Vagina liebevolle Berührungen schenken 

Wenn du dir mehr Lust wünschst, darfst du deiner Vulva, also dem sichtbaren Teil des weiblichen Geschlechtsorgans, besondere Aufmerksamkeit schenken. Dafür kannst du dir täglich ein paar Minuten Zeit nehmen, um deine Vulva und deine Vagina bewusst zu berühren. Dadurch lernst du, eine bessere Verbindung zu ihr aufzubauen. Durch diese positive Verbindung wirst du anfangen, bei der Sexualität mehr wahrzunehmen und bewusster hinzuspüren. Dadurch nimmst du dir mehr positive Reize aus der Sexualität mit, wirst neugieriger und bekommst mehr Lust auf Sex. 

Wenn du dich neugierig und mit viel Hingabe deinem Geschlecht und deinem Körper widmest, wirst du nach und nach fürsorglicher und wertschätzender mit deinem Körper umgehen.  

Wenn du bestimmte Gewohnheiten in deinen Alltag integrierst, wirst du eine immer bessere Wahrnehmung zu deinem Körper und deinem Geschlecht bekommen. Diese Gewohnheiten können die Dankbarkeitsdusche sein oder jeden Morgen deine Hand auf deine Vulva zu legen. 


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