Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an:
per WhatsApp oder per E-Mail!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!

Folgen Sie uns jetzt auf WhatsApp!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Wortlos glücklich: Kleine Apologie des Schweigens in einer Beziehung

Als Paar gut miteinander zu kommunizieren, ist essenziell für eine glückliche Beziehung. Unser Autor findet, dass aber auch gelegentliches miteinander schweigen gut tun kann

Beziehungen, wenn sie gut sind, stellen Rückzugsräume dar. Wohlfühloasen, Energiequellen, Brunnen, die niemals austrocknen. Um all das sein zu können, müssen wir uns in ihnen sicher fühlen. Wir brauchen dieses Sicherheitsgefühl – dass unser Partner verlässlich, zugänglich, emotional verfügbar ist –, um uns fallenlassen zu können. Und um dieses Gefühl zu erlangen, kommunizieren wir. Mit Worten, mit Gefühlen, oder aber durch Taten, Rituale und Routinen. Kommunikation ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, das nicht zuletzt auch unserer zwischenmenschlichen Sicherheit dient.

Vieles von dem, was wir sagen, reden, sprechen ist dabei gar nicht so wichtig. Zumindest geht es nicht immer um die Inhalte des Gesagten. Manchmal geht es einfach nur um das DASS. Dass wir miteinander sprechen, dass wir uns ineinander einfühlen, dass wir miteinander lachen und weinen, zusammen etwas tun, das schön oder vielleicht auch einfach notwendig ist. Und vor allem: dass wir beisammen und zusammen sind.

Mangelnde Kommunikation als Zeichen einer Beziehungskrise

Ohne kontinuierliche, gute Kommunikation kann keine Beziehung gedeihen. Wenn beiden (oder einem) Partnern die Worte ausgehen, geht das meist auch mit einer emotionalen Entfremdung einher. Oft spricht man dann nicht mehr dieselbe „Sprache“. Gegenseitige Ver-Sicherung ist dann nicht mehr möglich. Man ist irritiert, gestresst, alarmiert. Man wähnt die Beziehung in Gefahr – und das leider meist zurecht. Längerfristiges Verstummen ist in den meisten Fällen ein Hinweis darauf, dass die Beziehung kriselt.

Schweigen in einer Beziehung

Doch es gibt da noch eine andere Form der Wortlosigkeit, die manche von uns genauso irritiert wie oben beschriebenes Verstummen, aber dabei eigentlich völlig harmlos ist. Das Schweigen in einer Beziehung. Jene Momente des Zusammenseins, in denen man üblicherweise miteinander redet oder reden könnte, es diesmal aber nicht tut. Beim Abendbrot etwa, während eines Spaziergangs, im Flugzeug auf dem Weg in den Urlaub, auf dem Heimweg nach einem Kinobesuch.

Seite 1 2
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

André Martens

André Martens ist Philosoph und Psychologe. Er schreibt leidenschaftlich gern - nicht zuletzt über die Liebe. Ob wir uns diesem Phänomen mit Worten tatsächlich annähern können, ist seine große Lebensfrage. Und solange er die Antwort nicht kennt, schreibt er fleißig weiter.