Was hat sich durch die Hochzeit verändert?

Cheesecake oder Apfel-Crumble

Ich esse für mein Leben gern Cheesecake. Aber ein richtig guter Cheesecake – so wie ich ihn liebe – den gibt es nicht überall. Wenn ich nun also im Restaurant Cheesecake auf der Dessertkarte sehe, überlege ich jedes Mal, ob ich es wagen soll oder nicht. Denn das Risiko, dass der Cheesecake bäh ist, ist verdammt hoch. Apfel-Crumble hingegen schmeckt immer! Da kann man nicht viel falsch machen. Bei Apfel-Crumble habe ich quasi eine Garantie auf Genuss. Auch, wenn es natürlich sein kann, dass er mal bäh ist. Mein Bauch sagt mir bei Apfel-Crumble trotzdem immer: “Wird schon schmecken.” Eine Beziehung ist wie Cheesecake – kann klappen, muss aber nicht. Eine Ehe ist wie Apfel-Crumble.

Ein gemeinsamer Kreis statt zwei ineinander verschlungene

Mein Mann ist jetzt also nicht mehr nur mein Freund – er ist mein Mann. Ich kann immer noch machen, was ich will. Aber ich will es nicht ohne ihn. Vor der Hochzeit führten wir unsere Leben wie zwei ineinander verschlungene Kreise: Es gab mein Leben, sein Leben und eine gemeinsame Schnittmenge – unser Leben. Jetzt sind wir in einem gemeinsamen Kreis. Ich führe mein Leben nicht mehr separat von ihm – ich führe es mit ihm. Entscheidungen, die ich treffe, betreffen automatisch auch ihn. Er ist jetzt meine Familie. Und das gibt mir ein wunderschönes Gefühl von Zugehörigkeit, Wärme und Sicherheit. Also doch, es hat sich etwas verändert. Und zwar nicht nur mein Name, Beziehungsstatus und die Anrede. Die Hochzeit hat unserer Liebe einen Boost gegeben. Wir sind enger, gehören noch mehr zusammen. Er und ich – wir sind jetzt eine Familie. Und wer braucht schon Cheesecake, wenn er Apfel-Crumble haben kann?

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