Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an!

Abonnieren
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Ist dein Partner vergesslich und tollpatschig? Daran könnte es liegen

Ist mein Mann ein Versager?!

Ich bin auf eine psychologische Studie gestoßen, die mir die Augen geöffnet hat. Demnach haben Menschen wie mein Liebster eine Persönlichkeit des kognitiven Versagens. Klingt fürchterlich, meint aber, dass sie schlicht weniger selbstbewusst und ängstlicher sind als andere. Und dass ihnen ihre „Fehlleistungen“ selbst total unangenehm sind. Fingerpointing und Vorwürfe sind also eine eher schlechte Idee.

Die gute Seite …

Da ich unverbesserliche Optimistin bin, beleuchtete ich das Studienergebnis mal von einer anderen Seite:

Mangelndes Selbstbewusstsein heißt auch, dass mein Mann kein Macho und Poser ist. Er küsst nicht jeden Tag sein Spiegelbild, sondern hat manchmal Selbstzweifel und reflektiert sich und seine Schwächen. Und das finde ich eine durchaus liebenswerte Sache. Ich kann ihm gegenüber auf Augenhöhe darüber reden, wenn auch ich mich mal selbst nicht wohl in meiner Haut fühle, oder Bammel habe, dass ich etwas nicht schaffe bzw. versagen könnte.

Ängstlichkeit heißt auch, dass er kein Draufgänger oder kopflos ist. Das ergänzt uns super: Zum Glück bringt er mich runter, wenn ich wieder mal spontane, waghalsige Ideen habe, die bei näherem Betrachten vielleicht keine so gute Idee sind. Klar, Kletterpark – wenn man aber wie ich eigentlich eine ordentliche Höhenangst hat, sollte man das einfach bleiben lassen, statt sich wie ich ins Abenteuer zu stürzen. An dieser Stelle: Danke, Liebster, dass du mich mit Engelsgeduld da oben wieder runtergeholt hast.

Wenig Disziplin – na und?! Wir sind Menschen, keine Roboter. Er strebt nicht ständig nach noch mehr Wissen, noch mehr Anerkennung, mehr mehr mehr. Das nimmt Druck und Stress aus dem Alltag. Wir können herrlich unperfekt sein und auch mal über die Stränge schlagen, ohne dass einer von uns dem anderen vorwurfsvolle Blicke zuwirft.

Träumen bedeutet, unsere Zukunft in bunten Farben auszumalen – während ich im Hier und Jetzt und manchmal eben auch viel zu grauen Alltag verharre. Er regt mich zum Träumen an: Warum sollten wir uns nicht vorstellen, ein Bed and Breakfast in Irland aufzumachen, ein Start-Up für nachhaltige Reisen zu gründen oder uns zwei Katzen und einen Hund zuzulegen? Einfach ein bißchen zusammen rumspinnen ist was Tolles!

Und meine Kehrseite …

Es heißt oft, dass unsere Partner unsere Spiegel sind. Wir suchen uns unterbewusst die Menschen, die uns ergänzen oder die Eigenschaften besitzen, die wir uns insgeheim wünschen (auch wenn genau die uns manchmal tierisch aufregen). Und das ist es wohl auch bei uns: Ich stehe mit beiden Beinen fest im Leben, manchmal so fest, dass ich vor lauter Ansprüchen Schnappatmung kriege. Ich hinterfrage und reflektiere mich eher ungern. Genau da setzt mein Liebster mit seiner Persönlichkeit an. Dafür bin ich ihm dankbar. Und gehe jetzt einen Milchvorrat kaufen ;-).

Seite 1 2
Verwandte Themen:


Über den Autor/die Autorin

Verena Schuster

Unsere Gastautorin lebt mit ihrem Partner, ihrer 4-jährigen Tochter Emmi, Baby Ben und Kater Fussel in Hamburg. Sie arbeitet Teilzeit im Marketing, genauso wie ihr Liebster. Halbe-halbe, das ist ihr Familien-Credo. Ist anstrengend, weil man viel abstimmen muss, aber lohnt sich, meint sie.