Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an!

Abonnieren
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Haben wir verlernt, uns auf Beziehungen einzulassen?

​Um sich vor Verletzungen zu schützen, gehen manche Singles erst gar keine Beziehung mehr ein. Eine Schutzstrategie, die einsam macht. Jule Blogt fragt sich, ob wir verlernt haben, Beziehungen zu führen 

Manchmal glaube ich, verliebt sein und eine Beziehung zu führen, stößt sich gegenseitig ab. Schmetterlinge im Bauch scheinen dafür zu sorgen, dass der Verliebte eher von einer Beziehung weg, als zu ihr hin getragen wird. So geht es zumindest den Singles in meinem Freundeskreis. Sobald sich auch nur kleine Gefühlslarven in hübsche Falter verwandeln wollen, werden sie ganz fix abgetötet. Sich voneinander distanzieren, bevor die kleinen Krabbeltiere überhaupt schlüpfen konnten, scheint gerade “in” zu sein. Schließlich besteht mit jedem neuen Kontakt das Risiko, wieder einen Teil des eigenen Herzens zu verlieren.

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum wir es nicht mehr schaffen, Beziehungen zu führen. Wir haben es einfach verlernt.

Selbstschutz verhindert Liebe

Wir haben mit der Zeit Strategien entwickelt, um unser verletzliches Herz zu schützen. Die einen legen sich eine harte Fassade zu, an der jegliche Emotion abprallt. Die anderen ziehen sich zurück und haben den Glauben an die Liebe gänzlich verloren. Blicke ich mich im Kreise der einsamen Herzen um, sehe ich vor allem eines: Resignation. Irgendwann gibt man auf, wenn das mal groß und kräftig gewesene Ding in der Brust immer mehr zu einem bröckeligen Schein seiner selbst geworden ist. In vielen Fällen ist es reiner Selbstschutz, Gefühle nicht zuzulassen, und dadurch eine Beziehung zu verhindern.

Nur das Ich zählt

Warum sollten wir uns auch das Leben schwer machen mit den ganzen Herzensangelegenheiten? Am Ende zählt doch sowieso nur, dass es UNS gut geht, oder? Ego-getrimmt rennen wir durch die Welt und haben gelernt, dass nur das “Ich” zählt. ICH muss Karriere machen. ICH muss einen toll definierten Körper haben. ICH muss mich gesund ernähren, sind nur einige Beispiele die zeigen, dass ein WIR in unserer Gesellschaft kaum mehr einen Platz findet.

Abstriche zu machen und Kompromisse einzugehen, haben wir einfach verlernt. Wir handeln so, wie es für uns von Vorteil ist. Und ganz ehrlich zugegeben: Eine Beziehung schränkt ein, sorgt dafür, dass wir uns mit den Problemen eines anderen Menschen herumschlagen müssen. Etwas von sich und dem eigenen Leben aufzugeben, nur um große Gefühle zu erleben? Lohnt sich nicht. Schließlich haben wir unsere große Liebe schon gefunden: uns selbst.

Seite 1 2
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Jule Blogt

Jule ist auf der Suche, auf der Suche nach den ganz großen Gefühlen. Sie hat sich mit jeder Faser ihres Körpers der Liebe verschrieben. "Ist das Liebe, oder kann das weg?", fragt sie sich jeden Tag aufs Neue. Zu welchen Ergebnissen sie dabei kommt, beschreibt sie auf ihrem Blog juleblogt.de