Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an!

Abonnieren
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Die „Good Vibes Only“-Lüge – Warum Extrem-Optimismus der Liebe schaden kann

Alles kein Problem, immer eitel Sonnenschein. Sonnenuntergänge mit Gläschen in der Hand, gutaussehende Freunde links und rechts im Arm. „Good vibes only“. Das ist natürlich totaler Unsinn. Und dabei völlig am Leben vorbei. Denn das ist bunt, mit Höhen und Tiefen. Deshalb halten Sie sich besser von Extremoptimisten fern. Vor allem in der Partnerschaft

Ich weiß nicht, ob Sie noch zur Generation gehören, die mit Pippi Langstrumpf aufgewachsen ist, Pippi jedenfalls hätte super in unsere Zeit gepasst. Sie wäre die perfekte Instagramerin, eine Influencerin par excellence. „Ich mach` mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Immer gute Laune, jedes Problemchen mit einem Lächeln weggewischt. Aber Sie merken, worauf ich hinaus will. Pippi war ein Kind. Bei dem ist so viel positive Grundstimmung akzeptabel und nicht dümmlich. Kinder bringen von Natur aus einen gewissen überschwänglichen Optimismus mit. Weil sie die Schattenseiten des Lebens noch nicht kennen. Wenn es gut läuft jedenfalls. Und das ist das eigentlich raffinierte an der Pippi-Langstrumpfgeschichte. Denn im Grunde war Pippi doch ein ziemlich verwahrlostes und völlig allein gelassenes Mädchen, das sich mit Hilfe ihrer absoluten Realitätsverkennung und Einlullung in einen Extrempositivismus ihre bescheidene Lage erträglich machte. Das ist eine wirklich gute, wenn auch naive Überlebensstrategie. Das Problem: Gut funktioniert sie nur auf der Leinwand.

Halten Sie sich fern von Extremoptimisten

Denn was bei einem Kind zur normalen Entwicklung dazugehört, ist bei Erwachsenen in hohem Maße auffällig.

Wir leben in einer Zeit, in der viele nach dem Prinzip „good vibes only“ leben. Und Sie kennen sie bestimmt auch, diese Leute, Freunde oder Kollegen, die die Dinge immer leicht nehmen. Du rufst sie an mit einer schwierigen Frage, sie sagen „kein Problem, dafür findet sich eine Lösung“ und schwenken zum nächsten Thema „He, wohin fahrt ihr in den Urlaub? Wir waren ja gerade… und ich kann Dir sagen, es war großartig. Du hättest dabei sein sollen. Der Strand! Und das Essen erst. Herrlich. Ein Traum.“ Und so geht es immer weiter. Bei Instagram wird das Ganze auf die Spitze getrieben. Was ich persönlich so grotesk und lächerlich amüsant finde, dass es für mich eher die Faszination einer völlig überdrehten Freakshow bekommt. Ernst nehmen kann ich es nicht. Und das ist leider nur eine der Konsequenzen dieser „good vibes only“-Lebenshaltung.

Ganz besonders problematisch wird es, wenn Sie einen Partner an Ihrer Seite haben, der sich dieses Motto zu eigen gemacht hat. Ich gehe sogar so weit, Ihnen zu empfehlen: Halten Sie sich fern von diesen Extremoptimisten!

Seite 1 2 3
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Christiane Lénard

Christiane Lénard studierte Psychologie und Soziologie und leitete seit 2010 die wissenschaftliche Abteilung von Parship. Als Matchmaking Expertin weiß sie alles darüber, wer mit wem und warum wie gut zusammenpasst. Ansonsten versucht die Wahlhamburgerin ihre beiden Kinder und ihren Ehemann davon zu überzeugen, wie großartig es ist, im Dauerregen spazieren zu gehen. Da dies in der Regel erfolglos bleibt, vertreiben Sie sich stattdessen die Zeit damit, skurrile Interior- und Designläden aufzuspüren.