Den Partner akzeptieren – ohne Wenn und Aber

Ein Beispiel für Akzeptanz in einer Partnerschaft

Luisa kommt erschöpft von der Arbeit. Ihr Freund Lukas hatte einen freien Tag und ist bester Stimmung. Für den Abend hatten beide einen Spaziergang geplant. Es kommt zu folgendem Dialog:

Luisa: „Schatz, ich bin müde, ich möchte heute nicht mehr raus.“
Lukas: „Aber ich habe gerade richtig Lust drauf, wir können doch nicht nur drinnen rumhocken.“
Luisa (genervt): „Aber ich bin jetzt nun mal müde und möchte nicht.“
Lukas (gereizt): „Ich habe mich den ganzen Tag drauf gefreut, mit dir etwas zu unternehmen.“
Luisa (patzig): „Ja, süß von dir, aber heute nicht. Nimm mich doch bitte mal ernst!“

Sie verschwindet im Schlafzimmer und legt sich hin. Er zieht sich Trainingsklamotten an und geht joggen. Wie es ihnen jeweils geht, kann man sich denken.

Beide scheinen einen guten Zugang zu ihren eigenen Bedürfnissen zu haben und können diese auch klar kommunizieren. Sie scheinen auch ihre Emotionen ausdrücken zu können (wenngleich nicht gerade konstruktiv). Trotzdem enden sie in einer Sackgasse. Warum? Weil sie einander situativ nicht akzeptieren. Niemand von beiden hat „Recht“. Sie haben einfach unterschiedliche Bedürfnisse, die jeweils eine eigene Geschichte und Gültigkeit haben. Aber sie akzeptieren die Bedürfnisse des jeweils anderen nicht, was zu einem Streit führt. Denn beide fühlen sich „nicht-angenommen“. Nichtakzeptanz ist wie Benzin ins Feuer gießen. Feuer ist in Beziehungen etwas ganz Natürliches – man kann nicht immer kompatible Bedürfnisse haben. Ohne Brennstoff würde irgendwann jeder Brand erlöschen. Luisa und Lukas aber füttern den Brand.

Wie hätten Luisa und Lukas akzeptierend miteinander umgehen können? Vielleicht so:

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