Ungeliebte Kinder werden Erwachsene, die nicht lieben

Nicht alles war damals schlecht

Die Jahre im Internat haben mir geholfen, mich später in der Gesellschaft zurechtzufinden. Ich kann Menschen meist relativ schnell gut einschätzen und weiß mich zu behaupten. Wenn man mit vielen anderen Jugendlichen in einem Schlafsaal überleben möchte, muss man lernen, sich zu wehren und viel von Gruppendynamik verstehen. Auch deshalb kann ich heute erzwungene Nähe nicht ertragen und vertraue nur ganz wenigen Menschen. Es sind wohl nicht die besten Voraussetzungen für eine harmonische Partnerschaft …

Ich würde gerne Frieden mit meiner Kindheit schließen

Ich wünsche mir eine Versöhnung mit diesen Dämonen, indem ich wenigstens versuche zu verstehen, was damals geschah, auch wenn man nicht alles vergeben kann. Am wertvollsten ist es, sich gegenüber geliebten Menschen oder einem eigenen Kind anders als die eigenen Eltern zu verhalten. Ich habe erfahren, dass man trotz allem Geborgenheit schenken und Verantwortung übernehmen kann. Ich weiß, dass ich glücklich werden kann, nicht jeden Tag, aber öfters als befürchtet, auch wenn die Dunkelheit sich wieder mal breit macht. Am schönsten ist es, diese positiven Erfahrungen mit anderen teilen zu können und sich miteinander zu freuen.

Eines Morgens aufwachen und voller Zuversicht in die Zukunft schauen …

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