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Wie weit kann man sich verbiegen, ohne zu zerbrechen?

Ich weiß es nicht.

Ich verstehe deine Wut. Ich überlege fieberhaft, was ich sagen kann, um mich zu erklären. Aber ich weiß ja selbst nicht, was ich will. Nur eins weiß ich sicher: Ich bin noch nicht so weit. Heiraten, Kinder bekommen, Haus bauen … das bin nicht ich. Ich will raus in die Welt. Es gibt so vieles, das ich noch erleben möchte. Da draußen warten tausend Abenteuer auf mich. Klar, am liebsten möchte ich sie mit dir erleben! Ich fürchte nur, da treffen zwei Welten aufeinander.

Oder meinst du: Nicht mit mir?

„Ich fühle mich geehrt, dass du dein Leben mit mir verbringen möchtest. Dass ich die eine bin, die du heiraten willst. Umso mehr zerreißt es mich, dass ich es nicht kann.“ Ich fahre mir durchs Haar. Was fasele ich da nur für einen Mist? „Ich weiß nicht, ob ich das jemals möchte. Vielleicht schon. Nur nicht jetzt.“

„Oder meinst du eher: Nur nicht mit mir?“ In deinen Augen blitzt Zorn. „Willst du das sagen?“

Manchmal ist Liebe nicht genug.

Ich traue mich nicht, dich anzuschauen. Ich will widersprechen, deine Hand nehmen, laut „Nein“ schreien. Aber ich tue es nicht.

Du stürmst aus der Wohnung und knallst die Tür zu. Ich will sie aufreißen, dir hinterherlaufen, dich zurückhalten. Aber ich tue es nicht.

Ich bleibe regungslos stehen und starre die Schachtel an, die anklagend vor mir liegt. Drei ineinander verschlungene Linien, die in drei funkelnde Steine münden.

Ich liebe dich, da bin ich mir sicher. Aber manchmal ist Liebe einfach nicht genug.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Spooren

Christiane Spooren (geb. Mieth) liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.