Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an:
per WhatsApp oder per E-Mail!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!

Folgen Sie uns jetzt auf WhatsApp!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Mann, mach doch Schluss!

Vor den Kumpels über die Freundin herziehen: Es gibt männliche Rituale, die müssten eigentlich nicht sein. beziehungsweise-Autor Thorsten Wittke fragt sich, weshalb seine Geschlechtsgenossen oft nicht Manns genug sind, Konsequenzen zu ziehen

„Dann mach doch einfach Schluss!“ Das ist der Satz, den ich lauthals brüllen möchte, wenn ich wieder mal einen Mann darüber schimpfen höre, wie sehr ihn die Frau in seinem Leben nervt. Wenn wenig schmeichelhafte Kosenamen für die Partnerin verwendet werden, auf den Putz gehauen und mit Konsequenzen gedroht wird, von denen alle Umstehenden wissen, dass die Umsetzung derselben genauso unwahrscheinlich ist wie die Entdeckung eines Heilmittels gegen Krebs noch in diesem Jahrzehnt.

Ich stelle mir dann immer die Frage: „Warum werden manche erwachsene Männer zu pubertierenden 14-Jährigen, wenn sie unter sich sind und es in ihrer Partnerschaft gerade nicht so läuft, wie sie es sich vorstellen?“

In Männergruppen geht es gerne auch mal etwas rauher zu. Das ist vollkommen okay für mich. Gemeinsames Meckern ist Teil der männlichen Kultur, schafft Einigkeit, Freundschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl und stärkt den Selbstwert des Einzelnen innerhalb der Gruppe. Gern genommene Themen sind versagende Politiker, die miserablen Leistungen der Fußballmannschaft, früher war alles besser oder Gott und die Welt. Irgendein Unfähiger ist schnell gefunden und meist ist es nicht wirklich ernst gemeint. Es ist mehr ein Luftmachen, häufig in Verbindung mit großer Polemik, als ernstzunehmende Argumente. Das übertüncht ein bisschen die Machtlosigkeit gegenüber den Zuständen der Gesellschaft und der Tatsache, dass man nur sehr wenig daran ändern kann.

Wenn aber die Partnerin das Thema dieser Tiraden wird, reagiere ich gereizt. Ab und zu ein paar Sticheleien empfinde ich nicht als tragisch, das werden Mädels vermutlich auch machen, wenn sie unter sich sind. Wenn daheim Uneinigkeit besteht, können die Pferde schon mal mit einem durchgehen und es werden Sachen erzählt, die vielleicht besser in den eigenen vier Wänden geblieben wären oder die man später bereut.

Seite 1 2
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Thorsten Wittke

Thorsten Wittke ist in Essen geboren, aufgewachsen und liebt das Ruhrgebiet. Er hat erst spät mit dem Schreiben begonnen, vorher studierte er BWL und hat in der freien Wirtschaft gearbeitet. Heute bloggt er über seine Sicht auf die Welt und arbeitet an seinem ersten Buch. Er ist Single und seine Leidenschaften sind das Reisen, Kino, Theater und der Triathlonsport.