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Ist es okay meiner Freundin einen Beziehungsrat zu geben?

Ihrer Freundin geht es augenscheinlich nicht gut, sie wirkt mit ihrem Partner unglücklich? Jana Seelig über die Frage, wann es in Ordnung ist, sich als Freundin einzumischen, und wann Sie sich doch lieber raushalten sollten

Eine meiner besten Freundinnen ist mit einem Mann zusammen, der ihr nicht guttut. Sie weiß das und ich weiß das, doch darüber gesprochen haben wir noch nie. Zwar juckt es mich manchmal in den Fingern, sie mit dem Offensichtlichen zu konfrontieren, und doch gibt es da etwas in mir, das mich zurückhält.

Es ist nicht so, dass ich mit meinen Freundinnen nicht offen über unsere Beziehungen sprechen kann. Allerdings mag ich es nicht, wenn mir – ohne, dass ich danach gefragt habe – Ratschläge erteilt werden, wie ich die Beziehung zu meinem Freund verbessern kann. Oder – noch schlimmer – wenn mir jemand frei heraus ins Gesicht sagt, dass ich mich lieber von meinem Partner trennen sollte, weil er schlecht für mich ist.

Gewisse Erfahrungen muss man einfach selbst machen

In einem solchen Fall stieße man bei mir schnell auf taube Ohren, denn ich glaube, dass ich gewisse Erfahrungen selbst machen muss. Auch wenn es natürlich schmerzhaft ist, dabei zuzusehen, wie ein geliebter Mensch sich in einer toxischen Beziehung verliert.

Gemäß der goldenen Regel „Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg auch keinem andern zu!“ halte ich mich demnach auch bei meinen Freundinnen zurück, wenn es um das heikle Thema Beziehungen geht.

Etwas anders sieht die Sache allerdings aus, wenn ich direkt um Rat gebeten werde – oder mich selbst ratsuchend an meine Freundinnen wende, weil ich in meiner aktuellen Beziehung Probleme habe, für die ich mir ein wenig Hilfe von außenstehenden Personen erhoffe. Die ehrliche Meinung meiner Freundinnen ist mir wichtig, und die meiste Zeit haben sie wirklich gute Ratschläge für mich parat und verstehen genau, was ich gerade durchmache – sonst wären wir vermutlich auch nicht befreundet.

Offenheit und Zurückhaltung sollten in Freundschaften ausgewogen sein

Ebenso weiß ich selbstverständlich, dass auch meine Meinung meinen Freundinnen sehr wichtig ist, und sie wiederum wissen, dass ich immer ein offenes Ohr für sie habe, wenn sie mit mir reden möchten. Selbst dann, wenn es drei Uhr nachts an einem Mittwoch ist und sie mich weinend anrufen, weil sie einfach nicht mehr weiterwissen.

Ich glaube, dass Offenheit und Zurückhaltung sich in Freundschaften immer wie Waage halten sollten. Wenn man gut befreundet ist, dann spürt man auch, wann man etwas sagen darf, und wann man doch lieber den Mund halten sollte. Immerhin hat man statt einer direkten Konfrontation auch noch andere Möglichkeiten, eine gute Freundin auf ein unangenehmes Thema wie eine Beziehung, die ihr nicht guttut, anzusprechen.

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Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.