Mein Kind hat Angst vorm Kinderarzt – 14 Tipps für angstgeplagte Kinder und gestresste Eltern

Viele Kinder haben Angst vor dem Besuch beim „Onkel Doktor“. Das kann ganz schön stressig sein. Fürs Kind. Und für die Eltern. Wie kann man Kindern helfen, die Angst zu überwinden, und wie schaffen es Eltern, damit umzugehen?

An jenem Abend sagte ich erleichtert zu meinem Mann: „Ich glaube, mit dem Thema sind wir durch.“ Bei dem „Thema“ handelt es sich um die seit 3 Jahren und 10 Monaten bestehende Angst unserer Tochter vorm Kinderarzt, die nun an diesem Tage der U8, kurz vor ihrem 4. Geburtstag, überwunden zu sein scheint. Wie haben wir das angestellt? Mit so einer Art Konfrontationstherapie, die zwar nicht als solche gedacht aber offenbar so gewirkt hat. Aber der Reihe nach.

Die große Angst vor dem Kinderarzt

Sicher weinen sehr viele Babys und Kleinkinder, wenn sie von jemand anderen als der Mutter wie ein Stück Gemüse hochgehoben, gedreht, gewendet und von allem Seiten begutachtet werden. So laufen die Vorsorgeuntersuchungen im ersten Lebensjahr ab. Erst wird unter dem einen Füßchen gekratzt, dann unter dem anderen. Und so weiter. Ist nicht schlimm, tut nicht weh, aber die meisten Kinder finden es eher so mittel unterhaltsam, einige weinen. Unsere Tochter schrie. Sie schrie von Tag 1 an bei jeder verdammten Untersuchung. Und je älter sie wurde, desto eher begannen und desto lauter wurden ihre Protestäußerungen. Mit zwei Jahren begann sie mit dem Geschrei schon, wenn wir uns der Arztpraxis näherten oder ich vorsichtig ankündigte, eventuell und nur ganz vielleicht in Erwägung ziehen würde, an einem der nächsten Tage beim Kinderarzt vorbeizuschauen („nur ganz kurz schauen, nichts machen“). Mit drei Jahren hatte ich das Gefühl, ich musste nur an den guten Mann in Weiß denken und schon geriet sie in Panik.

Kinder haben verständlicherweise Angst vor Spritzen

Natürlich sind Impfungen (Wir führen an dieser Stelle keine Grundsatzdiskussion über das Impfen. Hier geht es um den Arztbesuch allgemein.), die Kinder im Laufe ihrer ersten Lebensjahre über sich ergehen lassen müssen, alles andere als angenehm. Und selbstverständlich dürfen sie weinen, wenn es den Piks gibt. Aber unsere Tochter hatte neben diesen unschönen, zurecht etwas angsteinflößenden Terminen, genug andere Gelegenheiten, sich davon zu überzeugen, dass nichts Schlimmes passiert. Unsere Tochter weinte jedoch völlig unabhängig davon, ob es eine Spritze gab oder ob wir nur ein Rezept abholten.


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