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Familienalltag – Ohne Stress und mit Liebe in den Tag starten

Davor haben wir, wie vermutlich viele Menschen, zunächst versucht, die späteste mögliche Uhrzeit herauszuschinden. Und diese vom Zeitpunkt des ebenfalls spätesten möglichen Zeitpunktes des Verlassens des Hauses zurück zu rechnen. Um vermeintlich möglichst lange schlafen zu können, haben wir die Zeiten, die wir für die diversen Aktivitäten am Morgen benötigen, hochgradig ambitioniert berechnet ohne jegliche Rücksicht auf die Langsamkeit unserer Kinder, die Unentschlossenheiten über das Matching von Außentemperaturen und Kleidung („Ist es wirklich nicht zu kalt für die Übergangsjacke?“) und eventuelle kleinere (Kaffee auf weißer Bluse) und größere Unfälle (Autoschlüssel verschwunden). Das musste schief gehen. Es ging natürlich schief. Folglich waren wir jeden Morgen im totalen Stress, was das Mehr an Schlafzeit (von ca. 30 Minuten) überhaupt nicht aufwiegen konnte. Und am Ende trotzdem immer zu spät dran.

Dabei war Letzteres gar nicht das Allerschlimmste. Das viel größere Problem war, dass wir alle unglaublich genervt und angestrengt in den Tag starteten. Von einem freundlichen und liebevollen Miteinander war keine Spur mehr. Wenn man so belastet den Morgen beginnt, benötigt man einen ganzen Arbeitstag, um sich wieder abzuregen. Und auch, um sich am Abend wieder als liebende Partner begegnen zu können. Wenn es denn überhaupt gelingt, denn der nächste Horrormorgen steht einem schon bevor, eine Vorstellung, die ebenfalls ein großer Stimmungskiller sein kann.

Alles läuft besser

Bei uns läuft es jetzt anders. Und viel besser. Wir stellen unseren Wecker jetzt einfach eine halbe Stunde früher als wir müssten, um alles locker zu schaffen. Total banal, aber ich kann Ihnen sagen: es brachte den Durchbruch. Nicht nur, dass wir jetzt pünktlich das Haus verlassen, wir haben sogar Zeit, bevor wir die Kinder wecken. So zum Beispiel für Sport oder Emails oder auch lästige Hausarbeit. Oder eben für Zweisamkeit. Das ist sicher der bessere Start in den Tag. Und der die Beziehung schonendere allemal. Denn das ist, was am Ende zählt. Bei allen Verpflichtungen, das sehen und erleben zu können, was wirklich wichtig ist. Die Liebe.

Letztlich sollten Sie diesen emotionalen Benefit des früheren Aufstehens und der Routinen auch am stärksten gewichten. Routinen müssen nicht, wie häufig behauptet, zum Lustkiller werden. Wichtig ist, dass man sie richtig zu nutzen weiß. Nämlich um sich Freiräume zu schaffen, wieder auf seine Gefühle achten zu können oder Zeit zu haben, miteinander zu reden. Und was meinen Sie, wie gut Sie sich fühlen, wenn Sie „schon etwas geschafft“ haben, bevor Sie ins Büro kommen ohne den Morgen hektisch hinter der Zeit hergelaufen zu sein.

Einen einzigen wirklichen Nachteil hat das Ganze allerdings. Sie müssen am Abend früher zu Bett gehen. Ansonsten haben Sie morgens keine Chance. Logisch, aber nicht einfach. Über dieses Problem lassen Sie uns ein anderes Mal nachdenken. Derweil kuscheln wir uns sehr früh und routiniert in den Tag.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Lénard

Christiane Lénard studierte Psychologie und Soziologie und leitete seit 2010 die wissenschaftliche Abteilung von Parship. Als Matchmaking Expertin weiß sie alles darüber, wer mit wem und warum wie gut zusammenpasst. Ansonsten versucht die Wahlhamburgerin ihre beiden Kinder und ihren Ehemann davon zu überzeugen, wie großartig es ist, im Dauerregen spazieren zu gehen. Da dies in der Regel erfolglos bleibt, vertreiben Sie sich stattdessen die Zeit damit, skurrile Interior- und Designläden aufzuspüren.